Zivildienst im Ausland, Veto

01.04.1995

Projekt Beschreibung

Veto April 1995

Zivildienst im Ausland

Seit einigen Jahren gibt es die Möglichkeit, den Zivildienst im Ausland abzuleisten. Für alle Wehrpflichtigen, die den Griff zur Waffe ablehnen, und Erfahrungen nicht im Schützengraben sondern im Ausland sammeln wollen, gibt es in Österreich eine interessante Alternative: den ,,Gedenkdienst“. Im Rahmen dieses ,,Gedenkdienstes“ arbeiten Jugendliche an Holcaust-Gedenkstätten im Ausland und leisten dort ihren Zivildienst ab. Einsatzorte sind derzeit unter anderem: Jerusalem (Israel), Auschwitz (Polen), Theresienstadt (Tschechien), Washington (USA), wo die Zivildiener unterschiedliche Aufgaben erledigen. Angefangen bei Tätigkeiten in einer Bibliothek, über Übersetzungen bis zur Organisation von Ausstellungen, hängt die Arbeit sehr stark von der jeweiligen Stelle aber auch von den eigenen Fähigkeiten ab. Für viele Interessenten der Haken an der Sache: Nicht elf, wie beim herkömmlichen Zivildienst, sondern ganze 14 Monate dauert dieser Dienst am Vaterland außerhalb der österreichischen Grenzen. Finanziell unterstützt werden die jungen Männer von der Republik Österreich, die damit ihr Bekenntnis zur Verantwortung Österreichs an den Geschehnissen des Holocaust dokumentieren will. Formale Voraussetzungen gibt es neben der ,,Zivildienstpflicht“ keine, nur ist neben einer intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte des Holocaust die Mitarbeit beim Projekt ,,Gedenkdienst“ nötig, das die Abwicklung organisiert und zur Thematik ,,Holocaust“ auch Seminare veranstaltet (nächster Termin: 25.-28.5. 1995 in Salzburg). Ins Leben gerufen wurde dieses Projekt vom Innsbrucker Politikwissenschafter Dr. Andreas Maislinger. Kontaktadresse: Dr. Andreas Maislinger, Hutterweg 6, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/29 10 87

Projekt Details

  • Datum 23. August 2016
  • Tags Pressearchiv 1995

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