Zivildienst im Ausland, Ennstaler Woche

22.09.2007

Projekt Beschreibung

Zivildienst im Ausland
Die meisten östrerreichischen Burschen stehen im Alter zwischen 17 und 18 Jahren vor einer schwerwiegenden Wahl: Zivildienst oder Bundesheer? Von einer dritten Variante wissen dabei nur die wenigsten. Bereits seit 1998 existiert in Österreich der uneigennützige Verein „Österreichischer Auslandsdienst“. Sein Gründer, Dr. Andreas Maislinger, hat es sich zur Aufgabe gemacht allen für den Zivildienst gemeldeten Jugendlichen eine weitere Alternative zu bieten. In die Ferne geschweift Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist der Verein in drei verschiedene „Referate“ gegliedert: Zum ersten in den „Gedenkdienst“, im Rahmen dessen sich die Zivildiener mit den Opfern des Nationalsozialismus befassen. Zum zweiten in den „Sozialdienst“ während dem, dem Sozialdiener die Möglichkeit geboten wird, organisatorisch und wirtschaftlich bei der Entwicklung eines Staates zu helfen. Und schluss-endlich in den „Friedensdienst“, der aus Projekten, zur Sicherung des Friedens in Krisengebieten besteht. Sind die Inhalte auch unterschiedlich, eines haben diese drei Betätigungsfelder des „Auslandsdienstes“ allesamt gemein: Die „Diener“ bekommen die Gelegenheit, zwölf Monate lang im Ausland zu arbeiten und zu leben. Zahlreiche Lokationen stehen zur Wahl, darunter Weltstädte wie Los Angeles, New York, London, Shanghai, Melbourne, Jerusalem und viele mehr. „Der Dienst im Ausland ist eine gewaltige Erfahrung…“,erzählt Jörg Raitmaier, Jahrgangssprecher der Auslandsdiener 2009. „Man darf allerdings nicht dem Irrglauben aufsitzen der Auslandsdienst wäre ein geförderter Langzeiturlaub. Ganz im Gegenteil. Die Diener werden an fixen oder flexiblen Arbeitsstellen eingesetzt und verrichten ganz normale 40-Stunden-Dienste.“ Die Kostenfrage Ab dem kommenden Semester werden die staatlichen Zuschüsse für den „Auslandsdiest“ verändert ausgezahlt. Gab es bis dato einen generellen „Unterstützungspot“ von insgesamt 150.000 Euro, der je nach Bedarf auf alle drei Referate aufgeteilt werden konnte wird nun ein fixer Betrag von 10.000 Euro an jeden „Gedenkdiener“ ausgeschüttet. Freiwillige für die beiden anderen Resorts müssen sich Reise, Aufenthalt und Leben während des Dienstes selbstständig finanzieren. „Das heißt: Egal, wieviele Bewerber wir in Zukunft für den Gedenkdienst aufnehmen, ein jeder bekommt seine 10.000 Euro mit auf den Weg.“ Vor Ort ist die Arbeit der Gedenkdiener dann allerdings rein ehrenamtlich. In Memoriam… In zahlreichen Holocaust-Gedenkstätten rund um den Globus sind bereits heute Jugendliche aus Österreich im Einsatz, um Führungen zu gestalten und zu organisieren. Sie halten Vorträge an Universitäten und Schulen oder führen Gespräche mit Zeitzeugen, um die Vergangenheit zu dokumentieren. Diese intensive Beschäftigung ermöglicht den Gedenkdienern tiefe Einblicke in die komplexe Thematik und erlaubt es ihnen gleichzeitig ihren persönlichen Beitrag zur Bewältigung der Geschichte zu leisten. Wie wird man Gedenkdiener In der Entscheidungszeit nach der Stellung (zwischen 17 und 18) muss sich der Interessent für die Leistung des Zivildienstes entscheiden. Danach sollte er sich bei einem „Neuinteressenten-Treffen“ (jedes Monat im „Weltcafe“, Graz) einfinden um erste Informationen einzuholen. Danach ist eine Mitgliedschaft beim Verein „Auslandsdienst“ erforderlich. Ist man erst einmal dabei, geht alles von selbst. Das Mitglied wird beim Bundesministerium als solches ausgewiesen und kann sich danach ein Betätigungsfeld im Ausland wählen. „Das Interesse der Jugendlichen an dieser Alternative ist im Bezirk Liezen durchaus gegeben. Die Entscheidung Österreich für ein ganzes Jahr im Ausland zu vertreten, will allerdings gut überlegt sein. Natürlich geben wir im Inland Seminare und Exkursionen zur Vorbereitung zukünftiger Auslandsdiener, Zuckerschlecken ist der Dienst allerdings trotzdem keines.“ Weitere Informationen erhältlich auf www.auslandsdienst.at oder unter 0664/3966325.

Projekt Details

  • Datum 16. Dezember 2015
  • Tags Pressearchiv 2007

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