Zivildienst im Ausland, Chalk Schülermagazin

02.05.2001

Projekt Beschreibung

Chalk (Schülermagazin) 2. Mai 2001 Zivildienst im Ausland Zivildienst in Brasilien, Indien oder New York gefällig? Wer bereit ist, etwas mehr Zeit – nämlich 14 Monate – aufzuwenden, der kann etwas wirklich Sinnvolles tun: Den Zivildienst im Ausland abzuleisten ist auf keinen Fall Zeitverschwendung, wertvolle Erfahrungen und Horizonterweiterung sind garantiert. Drei Varianten des Zivildienstes im Ausland stehen zur Auswahl: Der Gedenkdienst, der Friedensdienst und der Sozialdienst. Der Gedenkdienst widmet sich der Aufarbeitung der Verbrechen der Nazis an den Juden. Österreichische Zivildiener arbeiten etwa in jüdischen Museen in Israel, Osteuropa oder Nordamerika, helfen bei der Organisation von Ausstellungen oder betreuen ehemalige KZ-Insassen. Entscheidet man sich lieber für den Friedensdienst, wird man in ein ehemaliges Krisengebiet wie Bosnien oder Israel geschickt. Hier können junge Zivildiener beispielsweise beim Aufbau von gegenseitigem Verständnis zwischen israelischen und palästinensischen Jugendlichen helfen. Der Sozialdienst schließlich umfasst ähnliche Tätigkeiten wie der Zivildienst in Österreich, mit dem Unterschied, dass er in der „dritten Welt„ geleistet wird. Ob Straßenkinder in Nicaragua oder Trinkwasserversorgung in Kenia, Hilfe wird auf jeden Fall benötigt. Auslands-Zivis erhalten monatlich etwa 10.000 Schilling für Verpflegung und Unterkunft. Prinzipiell steht der Auslandsdienst auch Frauen offen, die aber dann keine finanzielle Unterstützung erhalten. Wer auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich die Liste aller verfügbaren Plätze aus dem Innenministerium besorgen. Ein Anruf unter der Nummer 531 26 55 / 00 genügt, und sie flattert kostenlos ins Haus. Darin findet der Interessierte auch die Adresse der 24 Vereinen, die die einzelnen Stellen betreuen. Bei diesen sogenannten Trägerorganisationen können sich Reisewillige bewerben. Die größte Trägerorganisation ist der „Verein für Dienste im Ausland„, der im Internet unterwww.auslandsdienst.at umfangreiche Informationen anbietet. Der Verein wird praktisch zur Gänze von zukünftigen Auslands-Zivis geführt. Wer hier einige Monate lang ein paar Stunden seiner Freizeit opfert, um organisatorisch mitzuarbeiten, kann sich so einen der begehrten Auslandsplätze verdienen.

Projekt Details

  • Datum 5. Juli 2016
  • Tags Pressearchiv 2001

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