Zivildienst: Gedenkdienst soll gesetzlich verankert werden, Austria Presse Agentur

04.03.1996

Projekt Beschreibung

Austria Presse Agentur 4. März 1996

Zivildienst: Gedenkdienst soll gesetzlich verankert werden

Utl.: Drei neue Stellen genehmigt

Wien (APA) – der Gedenkdienst soll gesetzlich verankert werden. Nach den Plänen von SPÖ und ÖVP soll diese seit 1992 bestehende Möglichkeit der Ableistung der Zivildienstes in Holocaust Gedenkstätten im Rahmen der geplanten Novellierung des Zivildienstgesetzes noch im heurigen Jahr beschlossen werden. Das bestätigten die Parlamentsclubs von SPÖ und ÖVP am Montag auf Anfrage der APA. Wie der Initiator dieses Projekts, der Innsbrucker Politwissenschafter Andreas Maislinger, berichtet, hat das Innenministerium drei weitere Stellen für den Gedenkdienst anerkannt. Die neuen Stellen sind das Anita-Müller-Cohen-Altersheim in Tel Aviv, in dem aus Österreich vertriebene Juden ihren Lebensabend verbrigen, das jüdische Museum in Vilnius (Litauen) und das Simon Wisenthal-Center in Los Angeles. Derzeit gibt es 16 anerkannte Einsatzstellen. Für die gesetzliche Verankerung des Gedenkdienstes hat Maislinger in den letzten Wochen und Monaten intensiv gekämpft. Im Jänner übermittelte er sein Anliegen ein einem Schreiben an alle Abgeordnete des Nationalrates. Ende Februar hat Bundespräsident Thomas Klestil in einem Schreiben an Maislinger mitgeteilt, nach Gesprächen mit dem Zweiten Nationalratspräsidenten Heinrich Neisser und ÖVP-Klubobmann Andreas Khol habe er die definitive Zusage erhalten, „daß die angestrebte gesetzliche Verankerung des Gedenkdienstes erfolgen wird.“

Projekt Details

  • Datum 28. September 2016
  • Tags Pressearchiv 1996

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