Zivildiener: Neuer Verein für Auslandsdienste, Der Standard

05.03.2001

Projekt Beschreibung

Der Standard 5. März 2001 Zivildiener: Neuer Verein für Auslandsdienste STANDARD-Mitarbeiter Andreas Tröscher Wien – Für Zivildiener, die ihren Dienst etwa im Simon-Wiesenthal-Center in Los Angeles, bei den Straßenkindern in Buenos Aires oder in der Yad-Vashem-Gedenkstätte in Jerusalem versehen, sind keine Verschlechterungen zu erwarten. Erste Reaktionen auf die Pläne des Innenministeriums, einen „Verein zur Förderung des Auslandsdienstes“ zu gründen, fielen sogar äußerst positiv aus. „Mitte April“ könnte es so weit sein, schätzt Matthias Vogl, Sprecher von Innenminister Ernst Strasser: „Wir befinden uns im Gründungsstadium, die Statuten werden gerade ausgearbeitet.“ Der Verein soll eine Verbesserung bei der Finanzierung von Gedenk-, Friedens- und Sozialdienst bringen. Bis Ende vergangenen Jahres erhielten diese Organisationen das Geld für die entsendeten Zivildiener direkt vom Innenministerium. Der neu gegründete Verein soll als zwischengeschaltete Institution nun auch Ländern, Gemeinden und Sozialpartnern die Möglichkeit bieten, sich finanziell einzubringen. Andreas Maislinger, Gründer und Leiter des Auslandsdienstes begrüßt das Vorhaben des Innenministeriums. Einen zusätzlichen Vorteil erwartet er sich vom – zurzeit noch nicht feststehenden – Vorsitzenden: „Es sollte jemand sein, der unabhängig arbeiten kann, der Durchsetzungsvermögen hat und so für uns ein Ansprechpartner für alle Bereiche ist.“ Dass die neue Regelung zu keinerlei Verschlechterungen beim Auslandsdienst führt, davon sind sowohl Maislinger als auch Innenministerium überzeugt. Matthias Vogl: „Diese Dienste sind von großer außenpolitischer Relevanz. Dem Innenminister ist es enorm wichtig, dass es zu keinerlei Kürzungen kommt.“ Ein stärkeres Engagement wünscht sich Auslandsdienst-Gründer Andreas Maislinger vom Außenministerium – gleichzeitig mehr Informationen für die Botschaften und Generalkonsulate. „Ich hoffe jetzt, dass der Verein so schnell wie möglich gegründet wird, damit auch über die Auszahlung der Gelder rasch entschieden werden kann.“ Seit 1. Jänner wurden 14 Zivildiener ins Ausland entsendet, bis Mai werden weitere fünf folgen. Maislinger: „Wir mussten die Leute rausschicken, obwohl das im Moment ein Risiko ist. Sie nicht jetzt, sondern erst in einigen Monaten zu entsenden hätte Österreich sehr geschadet.“

Projekt Details

  • Datum 5. Juli 2016
  • Tags Pressearchiv 2001

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