Zivildiener bei Anne-Frank-Stiftung „Beitrag gegen das Vergessen“, der neue Mahnruf

Dezember 1992

Projekt Beschreibung

Zivildiener bei Anne-Frank-Stiftung

„Beitrag gegen das Vergessen“

Als „Beitrag gegen das Vergessen“ bezeichnete SPÖ-Abg. Walter Guggenberger den Einsatz eines österreichischen Gedenkdieners in der Anne-Frank-Stiftung in Amsterdam. Guggenberger präsentierte den niederländischen Medien in einer Pressekonferenz den 19jährigen Oberösterreicher Stefan Schirl, der am 1. Oktober seinen Dienst im Anne-Frank-Haus angetreten hat. Die Präsentation hat in den niederländischen Medien großes Interesse gefunden. Schirl wird, finanziert vom Österreichischen Verein Gedenkdienst, in dieser Institution, die sich der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Greueltaten widmet, für ein Jahr Dienst tun. Weitere Gedenkdiener, die diesen einjährigen Dienst an Stelle des sonst acht- oder zehnmonatigen Zivildienstes ableisten, sind zur Zeit in Auschwitz und Theresienstadt im Einsatz. Ab Februar 1993 wird ein weiterer Gedenkdiener seine Arbeit in Israel in Yad Vashem aufnehmen. Die Initiative für diesen Gedenkdienst ging vom Innsbrucker Politologen Andreas Maislinger aus, der bei deren Verwirklichung insbesondere durch Innenminister Löschnak unterstützt wurde. Obwohl an die Bewerber strenge Anforderungen gestellt werden, liegen zur Zeit zirka 150 Ansuchen um Einsatz als Gedenkdiener vor. Die jungen Männer müssen die jeweilige Landessprache beherrschen und werden in einem mehrwöchigen Seminar auf ihre Mission intensiv vorbereitet.

Projekt Details

  • Datum 10. Juli 2016
  • Tags Pressearchiv 1992

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