Um in Erinnerung zu bleiben, Tiroler Tageszeitung, 4.09.2011

02.09.2011

Projekt Beschreibung

Tiroler Tageszeitung, 4.09.2011 Um in Erinnerung zu bleiben Drei Tiroler absolvieren derzeit ihren Zivildienst im Ausland. Lukas Sperlich aus Reutre arbeitet im Jüdischen Zentrum Oswiecim. Von Lisa Pranter Oswiecim – Er erledigte kleinere Übersetzungsaufträge und arbeitete auch an verschiedenen Projekten mit Das waren Lukas Sperlichs Aufgaben während der ersten Wochen im Jüdischen Zentrum in Oswiecim in Polen. Mittlerweile führt der 19-jährige Reuttener Touristengruppen durch das Museum des Jüdischen Zentrums, knapp drei Kilometer vom KZ Auschwitz-Birkenau entfernt. Zum Jüdischen Zentrum gehört nicht nur das Museum, das in einem ehemaligen Wohnhaus einer jüdischen Familie entstanden ist sondern auch die Synagoge, die als einzige den Zweiten Weltkrieg überstanden hat, und eine Bibliothek. Seit 2007 ist das Jüdische Zentrum in Oswiecim eine Einsatzstelle des Österreichischen Gedenkdienstes. Drei Tiroler absolvieren zurzeit ihren „Zivildienst“ im Ausland. Die Einsatzorte für Auslandsdiener erstrecken sich quer über den ganzen Globus – von Moskau über Toronto bis nach Santiago de Chile. Andreas Maislinger, Initiator des Gedenkdienstes, freut sich über das große Interesse der jungen Österreicher am Auslandsdienst: „Für das Jahr 2012 gibt es nur noch sehr wenige freie Plätze.“ „Besonders beliebt sind auch Stellen in Ländern von denen man es gar nicht gedacht hätte, wie zum Beispiel China.“ Generell müsse ein Bewerber großes Interesse und Engagement zeigen, sagt Maislinger für manche Stellen seien Kenntnisse in der Landessprache erforderlich sowie spezielle Ausbildungen, etwa im Bereich des Altenpflegedienstes. Beeindruckt von der geschichtsträchtigen Stadt, faßte er die Stelle in Oswiecim/Auschwitz gleich ins Auge. Er befasste sich eingehend mit der Stellenbeschreibung und prüfte die zu übernehmenden Aufgaben genau. Schnell wusste Sperlich, wie wichtig Institutionen wie das Jüdische Zentrum in Oswiecim sind, und das überzeugte ihn dann sofort. Lukas Sperlich hat sich auf seinen Auslandseinsatz sehr gründlich vorbereitet. „Mein Wissen über den Holocaust, das Dritte Reich und das Judentum beschränke sich auf Informationen aus dem Schulunterricht“, gibt Sperlich zu. Bereits im Frühling begann er, einschlägige Literatur zu lesen die ihm einen sehr detaillierten Überblick verschaffte. Dazu kamen Busche in der jüdischen Kultusgemeinde bei Thomas Lipschütz in Innsbruck und die Teilnahme an den Mittwochskonferenzen des Vereins. Elf Monate wird Lukas Sperlich noch in Oswiecim bleiben. Link: http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/Chronik/ChronikTirol/C…

Projekt Details

  • Datum 16. Juni 2016
  • Tags Pressearchiv 2011

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