SPÖ/Fischer/Zivildienst, APA

23.11.2000

Projekt Beschreibung

OTS0226 5 II 0294 SPK006 23.Nov 00

SPÖ/Fischer/Zivildienst

***OTS-PRESSEAUSSENDUNG***

Fischer: Hoffnung auf Weiterbestand und finanzielle Absicherung des Auslandsgedenkdienstes

Utl.: Verantwortung für Vergangenheitsaufarbeitung kann nicht ausgegliedert werden = Wien (SK) In Zusammenhang mit der Zivildienstgesetz-Novelle 2001, die gestern Nacht von den Regierungsparteien gegen die Stimmen der Opposition im Nationalrat beschlossen wurde, sagte der stellvertretende SPÖ-Vorsitzende, Nationalratspräsident Heinz Fischer heute gegenüber dem Pressedienst der SPÖ, er hoffe, dass der Auslandsdienst und insbesondere der sogenannte Gedenkdienst auch nach den mit der Gesetzesnovelle beschlossenen Umstrukturierungen und trotz der für den Zivildienst besonders schmerzlichen finanziellen Kürzungen, uneingeschränkt fortbestehen werde.

**** „Ich habe des öfteren bei Auslandsreisen, sei es nach Kanada oder in die USA, sei es nach Israel oder in die Niederlande, Institutionen und Gedenkstätten besucht, wo junge Österreicher als sogenannte Gedenkdiener mit viel persönlichem Engagement einen Beitrag zur Aufarbeitung des Holocaust und zum Gedenken an die Opfer leisten. Die Gedenkdienstleistenden, die an ihren Dienststellen im Ausland auch sehr viele Kontakte mit Besuchern der Gedenkstätten, mit Politikern und diplomatischen Vertretern haben und auch Bildungsarbeit leisten, sind wesentliche Träger der Bemühungen Österreichs um eine Aufarbeitung der Verbrechen während der Zeit des Nationalsozialismus. Großes Ansehen genießt ihre Tätigkeit nicht nur in den jeweiligen Gastländern und bei den Nachkommen von Opfern, sondern weit darüber hinausgehend; ich möchte daher für die Gedenkdiener ganz ausdrücklich eintreten“, sagte Fischer.

Die Republik Österreich und das Innenministerium als zuständiges Ressort seien in den vergangen Jahren durch die Unterstützung des Gedenkdienstes und die finanzielle Gleichstellung der Gedenkdiener mit Zivildienern ihrer besonderen Verantwortung bei der Aufarbeitung der Vergangenheit nachgekommen.

„Ich hoffe, dass es durch die Ausgliederung der Zuständigkeit und der Subventionierung des Gedenkdienstes an einen in der Zivildienstgesetz-Novelle vorgesehenen neuzugründenden Verein nicht auch zu einer Ausgliederung der Verantwortung für den Fortbestand des Gedenkdienstes kommt“, sagte Fischer abschließend. (Schluss) wf/mm

Projekt Details

  • Datum 1. Juli 2016
  • Tags Pressearchiv 2000

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