Sozialdiener flüchteten vor Krise, Salzburger Nachrichten

22.09.2001

Projekt Beschreibung

Salzburger Nachrichten 22. September 2001 Lokales

Thema: Die Folgen des Terrors

Sozialdiener flüchteten vor Krise

Elixhausen (SN). Vier österreichische Zivildiener mussten wegen der Terror-Krise ihren Auslandseinsatz in Pakistan auf Anraten des Außenministeriums vorzeitig abbrechen. Einer davon ist Hannes Prechtl (19) aus Elixhausen. Er war erst vor zweieinhalb Wochen nach Pakistan gereist und wollte dort 14 Monate bleiben. Die Aufgabe: Sozialdienst in einem Kinderdorf. „Ich hätte mich dort eigentlich schon ziemlich wohlgefühlt und bis vor kurzem war es ja überhaupt nicht gefährlich“, sagte Prechtl. Wegen der Abreise-Aufforderung seien er und die anderen Kollegen seit Dienstag wieder in Österreich. „Extremisten würden keinen Unterschied zwischen Amerikanern und Österreichern machen“, so Prechtl.

Die verbleibenden Monate als Zivildiener könnten die jungen Männer entweder in Österreich oder in einer anderen Auslandsstelle ableisten, sagte Andreas Maislinger, Obmann des „Vereins für Dienste im Ausland“ (www.auslandsdienst.at). Dieser organisiert anerkannte Ersatzzivildienste. Neben dem Sozialdienst zählen dazu auch Friedensdienst und Gedenkdienst. Für letzteres ist der Oberösterreicher Phillip Bulgarini im „Museum of Jewish Heritage“ in New York tätig. Das Museum befindet sich nahe des World Trade Centers, das auf der Website des Museums noch abgebildet ist (www.mjhnyc.org)

Projekt Details

  • Datum 3. Juli 2016
  • Tags Pressearchiv 2001

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