Promis sollen Braunaus Ideen in der Welt verbreiten, Braunauer Rundschau

04.01.2001

Projekt Beschreibung

Braunauer Rundschau 4. Jänner 2001 Promis sollen Braunaus Ideen in der Welt verbreiten Nobel-Preisträgerin wird eingeladen – Ausstellung „Kinder der Welt“ geplant BRAUNAU. Hitlers Geburtsstadt kommt nicht aus den (positiven!) Schlagzeilen. Ein knappes Jahr nachdem die Rundschau die Initiative „Braunau setzt ein Zeichen“ gestartet hat, interessieren sich noch immer Journalisten und Politiker in aller Welt für die Pläne rund ums Hitler-Haus. Erst vor kurzem drehte ein belgisches Fernsehteam in Braunau, interviewte die Initiatoren und fragte die Bevölkerung um Ihre Meinung. Erinnern Sie sich? Mitte Februar hatten alle Fraktionen im Braunauer Gemeinderat, der Verein für Zeitgeschichte und die Rundschau eine Erklärung unterzeichnet, die mit der Formulierung endet: Das Hitler-Haus in Braunau soll angekauft und darin ein „Haus der Verantwortung“ eingerichtet werden. Weltweit gab es für diese Pläne viel Lob und Aufmunterung; zahlreiche Österreichische Politiker sagten ihre Unterstützung für das Projekt zu. Tausende Oberösterreicher unterschrieben Unterstützungserklärungen. Während der Sommermonate erstellte der wissenschaftliche Leiter der Braunauer Zeitgeschichte-Tage, Dr. Andreas Maislinger, ein Konzept für die spätere Unterstützung des Hauses, das nun als Grundlage für weitere Diskussionen und Verhandlungen dient. Fakt ist derzeit: Hitlers Geburtshaus steht nach wie vor im Privatbesitz und beherbergt die Lebenshilfe, die jedoch eine neue Unterkunft benötigt. Fakt ist auch: Das „House of Responsibility“ ist kein Schnellschuss-Projekt, sondern muss sorgfältig vorbereitet werden. Nobel-Preisträgerin wird eingeladen Um die Zeit bis zum möglichen Ankauf zu überbrücken, sollen deshalb in nächster Zeit verschiedene Aktivitäten gesetzt werden. Maislinger denkt etwa an die Ausstellung „Kinder der Welt“ im Lichtschacht des Hauses oder auch an eine Einladung der Literatur-Nobel-Preisträgerin von 1996, Wislawa Szymborska. Sie soll nach Braunau kommen und hier unter anderem ihr Gedicht „Das erste Foto“ über den kleinen Adolf Hitler präsentieren. CD-Rom-Projekt mit Schulen Geplant ist ferner eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Schulen. So gab es bereits erste Gespräche mit der HTL bezüglich der Erstellung einer CD-Rom „Hitler und Braunau“. Laufend erweitert wird ferner der „virtuelle Raum“. Im Internet kommen ständig neue Informationen über die Vorhaben in Braunau dazu, und zwar auf die Homepage www.hrb.at. Schlussendlich will Andreas Maislinger im Jahr 2001 ein Büro des „Vereins für Dienste im Ausland“ in Braunau anmieten und hier Zivildiener bzw. EU-Freiwillige arbeiten lassen. „Damit werden sich viele Synergien ergeben, wenn wir erstmal vor Ort tätig sind“, so Maislinger zur Rundschau. Für Obmann des Vereins für Zeitgeschichte, Mag. Florian Kotanko, ist es wichtig, dass die Initiative nicht einschläft. Er begrüßt daher die Aktivitäten, speziell die Einladung der Nobel-Preisträgerin Szymborska nach Braunau. „Wir wollen einfach positiv im Gespräch bleiben“, steckt Kotanko die weitere Vereinsziele ab.

Projekt Details

  • Datum 5. Juli 2016
  • Tags Pressearchiv 2001

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