Politikverdrossenheit ist was für Anfänger_innen, Kurier

12.06.2012

Projekt Beschreibung

Kurier, 12.06.2012

Politikverdrossenheit ist was für Anfänger_innen

Bei der Demokratie-Initiative „MeinOE“ engagieren sich neuerdings auch Jugendliche

Junge Mitwirkende bei der Demokratie-Initiative Mein Österreich
In den Medien liest man häufig über Österreichs Jugend und deren Desinteresse an Politik. Aktuell kommt aber ein frischer Wind auf, der zeigt wie engagiert die Jungen doch eigentlich im Hinblick auf politische Themen sind. Die Bundesschulsprecherin der Schülerunion – eine ÖVP-nahe Schülerorganisation – Conny Kolmann hat es am Wochenende eindrucksvoll bewiesen, dass auf Druck und Initiative der Jugend doch einiges in unserem Land bewegbar ist. Mit 15.000 gesammelten Unterschriften hat sie die Bildungsministerin (SP) Claudia Schmied und deren schwarzes Pendant Bildungssprecher Werner Amon gemeinsam mit Eltern- und Lehrervertretern davon überzeugt, die Zentralmatura ein Jahr zu verschieben. Man könnte meinen, dass es sich um eine Ausnahmeerscheinung handelt – aber weit gefehlt! Die Aktion Kritischer Schüler (AKS), Global2000 oder der Verein Österreichischer Auslandsdienst sind Organisationen, die schon seit vielen Jahren explizit von und für Jugendliche Einmischung betreiben bzw. diese Gruppe in Gesellschaft und Politik unterstützen.  

„Wir müssen das ausbaden!“

Junge im Bild: Eleonora Kleibel, Tatjana Gabrielli (alte und neue Vorsitzende der AKS), Julia Okropiridse (Global 2000 Jugend-Chefin), Nikolai Atefie, Camila Garfias (AKS-Wien-Vorsitzende), Thomas Schobesberger (Österr. Auslandsdienst, Referat Wien) So haben sich führende Mitglieder eben dieser am Montag mit „alten Hasen“ der Politik versammelt um gemeinsam ein Anliegen zu unterstützen: Mehr Demokratie lautete der Tenor. Bei der Pressekonferenz mit den Initiatoren des Demokratiebegehrens „MeinOE“ Alt-Vizekanzler Erhard Busek, Grünpolitiker Johannes Voggenhuber, Altminister Friedhelm Frischenschlager (Liberales Forum) und Ex-SPÖ Salzburg-Chef Wolfgang Radlegger wurde zum ersten Mal klar ersichtlich, dass die heimische Jugend bei politischen Themen nicht schläft. Und wieso mitmachen? „Wir müssen das ja schließlich alles ausbaden, was in der Politik heute verschlafen wird“, lautete die einstimmige Antwort der jungen Unterstützerinnen und Unterstützer.  
Unabhängig und überparteilich wurden gemeinsam die Forderungen für eine Politikreform aufs neue bekräftigt. Ein neues Wahlrecht (Persönlichkeiten vor Parteilisten), mehr direkte Demokratie (Vereinfachung von Volksbegehren) und der Kampf für unabhängige Medien sind unter sechs weiteren Punkten die Hauptanliegen des Begehrens. Für die Einleitung des Demokratiebegehren unterschreiben kann man noch – sofern man schon 16 Jahre alt ist und einen amtlichen Lichtbildausweis mitbringt – bis 15. Juni in allen Bezirks- und Gemeindeämtern in Österreich. Übrigens wer sich Gedanken über die Zukunft macht, kann dies gerne unter expectations2012.eu tun und dort Tipps abgeben, wie es den in späteren Jahren um Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Co steht. Nikolai Atefie 17 selbst Jung-Proponent des Demokratiebegehrens

Projekt Details

  • Datum 12. Juli 2016
  • Tags Pressearchiv 2012

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