Pläne für Hitlerhaus auf Eis gelegt: Besitzerin schweigt

29.08.2014

Projekt Beschreibung

Pläne für Hitlerhaus auf Eis gelegt: Besitzerin schweigtGebäude in Braunau steht seit drei Jahren leer. Für die Weiternutzung gibt es mehrere Vorschläge.

Die Pläne der oö. Volkshilfe und der Volkshochschule, Büros im Geburtshaus von Adolf Hitler in Braunau einzurichten, liegen seit Monaten auf Eis. Im Mai wurden der Hauseigentümerin Gerlinde P. konkrete Vorschläge zur Raumaufteilung und Sanierung vorgelegt. Bis dato soll sie aber keine Stellungnahme dazu abgegeben haben. Im September soll daher eine Art „Krisensitzung“ mit Vertretern aus der Stadt Braunau und dem Innenministerium geplant sein. „Dieser Stillstand ist nicht weiter hinzunehmen. Wir brauchen die Zustimmung der Eigentümerin, aber wenn die nicht kommt, muss man sich vielleicht eine andere Lösung überlegen“, sagt ein Politiker aus Braunau zum KURIER. Das geschichtsträchtige Haus steht seit drei Jahren leer. So lange bemüht sich das Innenministerium als Hauptmieter schon um eine Weiternutzung. Es solle keine „Wallfahrtsstätte für Ewiggestrige werden“, wird immer wieder betont.

Varianten für Nutzung

 
Branko Lustig und Andreas Maislinger<br />
…“ />http://images04.kurier.at/46-44116137.jpg/htmlTaggingImage/82.815.741″ style=“margin: 0px; padding: 0px; border: 0px; font-family: inherit; font-style: inherit; font-variant: inherit; font-weight: inherit; font-stretch: inherit; line-height: inherit; vertical-align: baseline; width: 220px;“ title=“/Manuel Rusch/Privat“><figcaption class=Historiker Maislinger will das Haus zu einem ‚Haus der Verantwortung‘ machen. Das lehnt die Politik aber dezidiert ab. – Foto: /Manuel Rusch/Privat
 Für die Nutzung sind mehrere Varianten im Gespräch. Die bisher am meisten ausgereifte ist, Büro- und Kursräume der Volkshilfe und Volkshochschule einzurichten. Geschäftsführer Karl Osterberger dazu: „Wir haben weiterhin großes Interesse, uns einzumieten. Wann es soweit ist, lässt sich momentan leider nicht abschätzen.“   Eine andere Variante ist ein sogenanntes „Haus der Verantwortung“, das der Innsbrucker Historiker Andreas Maislinger in verschiedenen Medien propagiert. „Täglich bekomme ich mehr Zuspruch für mein Projekt. Es ist die einzige Nutzungsvariante, die international Zustimmung erfährt“, sagt Maislinger, Vorsitzender des Vereins „Österreichischer Auslandsdienst“. Die Sympathiebekundungen landen aber offenbar im luftleeren Raum. Eine Realisierung scheint unwahrscheinlich, heißt es von allen Seiten. Die Eigentümerin hat einer Nutzung mit zeitgeschichtlichem Hintergrund dezidiert abgelehnt, und auch das Innenministerium sowie die Stadtpolitik winken ab. „Das Projekt ist an sich sehr interessant, aber es wird mit absoluter Sicherheit nicht in diesem Haus stattfinden“, betont SPÖ-Nationalratsabgeordneter Harry Buchmayr aus Braunau.

Projekt Details

  • Datum 20. Oktober 2016
  • Tags Pressearchiv 2014

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