Piraten in Braunau – Leserbrief von Dr. Andreas Maislinger, Tips Braunau

28.04.2009

Projekt Beschreibung

Piraten in Braunau
Die Demonstration am 18. April 2009 in Braunau am Inn hat beim kritischen Beobachter eine Fülle zwiespältiger Eindrücke hinterlassen. Es fängt schon damit an, dass keiner der Teilnehmer und Teilnehmerinnen auf meine Frage warum sie gerade nach Braunau gefahren sind um gegen den Faschismus zu demonstrieren eine Antwort geben konnte. Außer natürlich, dass hier Adolf Hitler geboren wurde. Aber was hat die Geburt eines Kindes am 20. April 1889 mit Faschismus zu tun? Als ob Braunau nur weil es Braunau heißt auch braun wäre. Im Gegenteil, jeder der sich mit Braunau beschäftigt weiß, das sich Bürgermeister Gerhard Skiba von Anfang an offensiv mit dem „unerwünschten Erbe“ auseinandergesetzt hat. Auf einem Auto und einem T-Shirt eines Demonstranten waren Hakenkreuze zu sehen. Darauf angesprochen, dass wir in Braunau kein Hakenkreuz sehen wollen, wurde das Hakenkreuz auf dem Auto überklebt und der „Irokese“ hat ein anderes T-Shirt angezogen. Diesmal mit Totenkopf. Er ist also vom einfachen Nazi mit Hakenkreuz zum SS-Mann mit Totenkopf aufgestiegen. Auf die besondere Bedeutung des Totenkopfes für die SS angesprochen meinte einer seiner begleitenden Freunde auch Piraten würden den Totenkopf als Symbol verwenden. Was hat allerdings ein Pirat in Braunau am Inn zu suchen? Dr. Andreas Maislinger Österreichischer Gedenkdienst Innsbruck

Projekt Details

  • Datum 14. Juni 2016
  • Tags Pressearchiv 2009

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