Pflichterfüllung in Israel, Schalom Zeitschrift der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft, März 1992

März 1992

Projekt Beschreibung

Pflichterfüllung in Israel

Nach der jüngsten Novellierung des Zivildienstgesetzes wird es möglich sein, künftig einen Gedenkdienst in einer ausländischen Holocaust-Gedenkstätte abzuleisten.

Damit wurde eine Initiative unseres Leiters der Landesorganisation Tirol, Dr. Andreas Maislinger, verwirklicht, der dies bereits vor Jahren angeregt hatte. Derzeit wird ein Trägerverein dieses Gedenkdienstes gegründet, der seinen Sitz in Innsbruck haben wird und aus Maislinger, dem Abgeordneten Walter Guggenberger und dem Bürgermeister von Gries am Brenner, Andreas Hörtnagl, bestehen wird. Vom 26. bis 28. Juni wird im Bildungshaus St. Virgil das erste Vorbereitungsseminar stattfinden. Maislinger: „1955 wurden der Wehrdienst und die Wehrpflicht eingeführt, 1975 der Zivildienst und die Zivildienstpflicht, heuer der Gedenkdienst und die Gedenkdienstptlicht. Es wird also ab 1992 eine andere Möglichkeit geben, seine Pflicht zu erfüllen.“ Wer Interesse an einer zwölfmonatigen Mitarbeit in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, dem Museum Auschwitz-Birkenau in Polen oder der Anne-Frank-Sriftung in Amsterdam hat, kann sich im Innsbrucker Büro des Trägervereins informieren und bei Herbert Schustereder in St. Virgil zum Seminar anmelden:   Bildungshaus St. Virgil Mag. Herbert Schustereder Ernst-Grein-Straße 14 5020 Salzburg Telefon 0662-55 901-47 Verein Gedenkdienst Dr. Andreas Maislinger Hutterweg 6 6020 lnnsbruck 0512 – 29 10 87  

Zeitgeschichte in Braunau

Vom 25. bis 21. September 1992 finden „Braunauer Namenstage“ unter der wissenschattlichenwissenschaftlichen Leitung von Dr. Andreas Maislinger aus lnnsbruck statt. Der Umgang mit – mitverschuldet oder nicht – angepatzten Namen soll zentrales Thema der ersten „Braunauer Zeitgeschichtstage“ sein. Die Konferenz soll sich – getreu ihrem Titel „Unerwünschtes Erbe“ – mit der Zeit ab Mai 1945 auseinander setzen. Jeweils ein offizieller Vertreter der eingeladenen Städte erläutern, wie die Bevölkerung das eigene Image interpretiert und erträgt. Genannt sind Bautzen (DDR Gefängnis), Buchenwald und Dachau (KZ), Cori (Stalins Geburtsort), Gurs (Lager), Hoyerswerda und Kielce (Pogrom), Mauthausen (KZ), Nürnberg (Rassengesetze) und Wöllersdorf (Anhaltelager).

Projekt Details

  • Datum 14. August 2016
  • Tags Pressearchiv 1992

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