Minister läßt Gedenkdienst in Braunau leer ausgehen, Braunauer Rundschau

16.10.1997

Projekt Beschreibung

Minister läßt Gedenkdienst in Braunau leer ausgehen

Initiator Andreas Maislinger vermutet parteipolitisches Hickhack

BRAUNAU/WIEN. Für das in Braunau geplante Gedenkdienst-Büro heißt es wieder einmal „Warten!“ Das Außenministerium wird künftig die Bezahlung von 16 Zivildienern für den Gedenkdienst übernehmen, die geplante Zentrale in Braunau kriegt aber vorerst keinen Groschen. Dabei hatte sich das Land Oberösterreich bereits dafür ausgesprochen, den Gedenkdienst mit einer Zivildiener-Stelle in Braunau zu unterstützen. Dieser soll die Aktivitäten des international tätigen Gedenkdienstes koordinieren und Vorträge und Ausstellungen organisieren. Auch Kontakte mit den Schulen möchte er herstellen. Das zuständige Innenministerium blockt aber ab. Für Dr. Andreas Maislinger, den Initiator des Gedenkdienstes, steckt dahinter parteipolitisches Hickhack zwischen dem „schwarzen“ Landeshauptmann und dem „roten“ Innenminister: „Es muß doch möglich sein, daß man in Österreich in diesem wichtigen und sensiblen Bereich arbeiten kann, ohne parteipolitisch vereinnahmt zu werden.“ Aufgeben will Maislinger seine Pläne aber auf keinen Fall. „Ich bin in jeder Hinsicht optimistisch, auch was das Büro in Braunau betrifft.“ Dafür sorgten auch die vielen jungen Leute, die sich jährlich für den Gedenkdienst melden. „Die haben alle die parteipolitische Vereinsmeierei satt und verstehen das überhaupt nicht.“ Soll das Projekt im nächsten Jahr starten, dann drängt die Zeit. Für 1998 gibt es bereits einen Zivildiener, der sich für den Dienst in Braunau gemeldet hat.

Projekt Details

  • Datum 27. August 2016
  • Tags Pressearchiv 1997

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