Merkwürdiges aus Braunau, Eckartbote

01.01.1997

Projekt Beschreibung

im Blickpunkt: Merkwürdiges aus Braunau

Vom 27. bis 29. September vergangenen Jahres fanden in Braunau die 5. Braunauer Zeitgeschichtetage statt. Die von Andreas Maislinger organisierte Veranstaltung stand diesmal unter dem Motto „Verfreundete Nachbarn“. Es fehlten eigentlich ein Bindestrich und der Zusatz: „Verfeindete und verhetzte Inländer“, denn als eine Teilnehmerin im Gespräch den „Eckartboten“ erwähnte, kam es zu folgendem Dialog mit einem jugendlichen Anti-Fa-Gedenkdienstler: Er: Der Eckartbote ist ja ein Drecksblatt, das sogar die Ausschwitzlüge verbreitet. Sie: Warum machen Sie keine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen Wiederbetätigung? Er: Ich lese den Eckartboten nicht. Davon abgesehen, daß der junge Hitzkopf eine Anzeige auch gleich beim ebenfalls anwesenden Mitarbeiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes hätte abgeben können, wirft der Vorfall ein bezeichnendes Licht auf die Meinungsmacher in diesem Lande. Wo sonst als in „News, „Kurier“, „Profil“ oder sonst einem Zeitgeist-Blatt könnte der junge Mann denn diesen Schwachsinn, wir würden die Ausschwitzlüge verbreiten, aufgelesen haben? Eine Geschmacklosigkeit am Rande: In der Pause wurde der Badeweiler-Marsch (Lieblingsmarsch Adolf Hitlers) gespielt. P.S. Wie lange wird man noch warten müssen, bis der Gedenkdienst auch die Opfer auf unserer Seite miteinbezieht?

Projekt Details

  • Datum 28. August 2016
  • Tags Pressearchiv 1997

Responses (2)

  1. Lilly Alvarez
    26. September 2019 at 12:52 · Antworten

    Es ist traurig, dass die graesslichsten Beschuldigungen durchaus von denen kommen, die eder den beschuldigten noch seine verfehmten Handlungen kennen oder, bildlich ausgedrueckt, nicht einmal etwas davon gerochen haben.

  2. Lilly Alvarez
    26. September 2019 at 12:58 · Antworten

    Mit der Bitte, den vorhergehenden Kommentar zu berichtigen…ich habe es versaeumt, auf Tippfehler durchzulesen und bin sehr betroffen von eigenen Fehlern, da Sprache fuer mich ein ganz wichtes Ausdrucksmittel darstellt.

    Es ist traurig, dass die graesslichsten Beschuldigungen durchaus von denen kommen, die weder den Beschuldigten noch seine verfehmten Handlungen kennen oder, bildlich ausgedrueckt, nicht einmal etwas davon gerochen haben.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

nach oben