Kreativhauptschule Rainbach – 15. Juli 2002 / KHS Rainbach unterstützt Straßenkinderprojekt in Costa Rica

15.07.2002

Projekt Beschreibung

Die Kreativhauptschule Rainbach informiert KHS Rainbach unterstützt Straßenkinderprojekt in Costa Rica Anlässlich eines Jonglier-Workshops im Oktober 2001 an unserer Schule erzählte Gerhard Pürcher, Leiter der Veranstaltung, von seinen Auslandsplänen als Zivilersatzdiener. Spontan wurde ihm der Reinerlös des Rainbacher Adventsingens für sein Zirkusprojekt mit Straßenkindern zugesagt. Von der beachtlichen Summe (7000.-ATS) konnte Herr Pürcher ein reichhaltiges Sortiment an Zirkusmaterialien ankaufen. Stellvertretend für die Kinder aus San Isidro (Costa Rica) bedankte er sich dafür recht herzlich und versicherte uns, dass die Sachen zusammen mit 5 Paletten Sammenlgütern (Computer, Schuhe, Kleidung, Nähmaschienen,…..) bereits zu ihrem Bestimmungsort unterwegs seien. Über seine persönliche Motivation sagt Gerhard Pürcher: „Ich möchte anstelle des 8-monatigen Präsenzdienstes einen 14-monatigen Zivilersatzdienst in Costa Rica (Mittelamerika) im Verein „Asociacion Vida Nueva“ („Neues Leben“) absolvieren. Meine Idee, dieses Projekt zu unterstützen, besteht darin, gemeinsam mit den Kindern Zirkuskünste zu erlernen (Jonglage, Akrobatik, Clownerie) und ihnen so die Möglichkeit zu geben, sich ein Taschengeld bei Aufführungen auf der Strasse oder später auch bei diversen Veranstaltungen (Firmen-, Geburtstagsfeiern) zu verdienen. So hoffe ich, dass sie dadurch besser zum Unterhalt der Familien beitragen können als mit stehlen. Darüber hinaus bietet dies den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich körperlich zu betätigen und ihre Kreativität zu fördern. Weiters ist die Stärkung des Ansehens der Straßenkinder in der Gesellschaft ein wichtiger Aspekt dieser Arbeit, wobei dies auch in psychologischer Hinsicht einen gewissen Lerneffekt beinhalten soll. (Mit Idee und Kreativität lässt sich mehr verdienen als mit Stehlen oder Betteln). Meine Überzeugung ist, dass ich jenen helfen will, die nicht das Glück haben, in einer Wohlstandsgesellschaft aufzuwachsen und die Möglichkeiten, welche eine solche bietet, nicht nutzen können.“ Beinahe wäre das ganze Vorhaben noch im letzten Moment geplatzt, weil die staatlichen Fördermittel für einen Zivilersatzdienst dem Sparstift des Finanzministers zum Opfer gefallen sind. Dank tatkräftiger Unterstützung durch seine Mutter Rosa Pürcher ist es gelungen mit Hilfe privater Geldgeber das dazu nötige Startkapital von über 8000€ (mehr als 110 000,- ATS) für Flug, Sozialversicherung, Miete, und Verpflegung wenigstens einmal zur Hälfte aufzubringen. Am 1.8.2002 ist es nach letzten Informationen endlich soweit, dass Gerhard Pürcher seinen Auslandsdienst antreten kann. Die Möglichkeiten zur Unterstützung sind vielfältig und höchst willkommen: Außer der noch aufzubringenden Geldsumme für den speziellen Einsatz von Gerhard Pürcher wird für Ende dieses Jahres ein weiterer Sammelgütertransport vorbereitet. Gefragt sind Computer, Spiele, Schulsachen, Kleidung, Schuhe, (Tischler) Werkzeug, etc. Für Gönner, die langfristig und nachhaltig helfen möchten, wurde unter Regieführung des aus Neumarkt im Mühlkreis stammenden Roland Spendlingwimmer, der seit ca. 1985 als Koordinator diverser Sozialprojekte in Costa Rica tätig ist ein System von Unterstützungsfamilien aufgebaut. Diese Patenfamilien oder –gruppen verpflichten sich durch einen finanziellen Beitrag von jährlich 220€ (3000ATS) einen Jugendlichen in seiner Ausbildung zu begleiten. Momentan sind 48 Mädchen und Burschen in diesem Patenschaftssystem. Das Spendenkonto dafür lautet: Raiffeisenkasse Neumarkt im Mühlkreis Kto. Nr. 23788 BLZ: 34358 Nähere Informationen zu allen Projekten des Vereines Sonador in Costa Rica gibt es unter www.sonador.org Weitere Infos zum Thema Auslandsdienst www.auslandsdienst.at

Projekt Details

  • Datum 16. Juni 2016
  • Tags Pressearchiv 2002

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