Keine Pflicht, sondern Job: Hilfe in Nicaragua, Welser Rundschau

21.06.2001

Projekt Beschreibung

Welser Rundschau 21. Juni 2001 AUSLANDSZIVILDIENST/24-jähriger hilft beim Aufbau eines verwüsteten Dorfes Keine Pflicht, sondern Job: Hilfe in Nicaragua Grieskirchen / „Ich sehe es nicht als Pflichdienst, sondern als meinen Job für die nächsten 14 Monate“ sagt DI Roland Krebs. Der 24-jährige Grieskirchner bricht im September nach Nicaragua auf, um dort seinen Zivildienst abzuleisten. Im Mai hat er sein Studium „Raumplanung und Raumordnung“ in Wien abgeschlossen. Da ihm nach dem Studium die Ableistung des „Staatsdienstes“ ins Haus steht, informierte er sich über die Möglichkeit des „Auslandszivilidienstes“. Und so stiess es auf ein Entwicklungshilfeprojekt in Nicaragua, bei dem er sein Know-How als Raumplaner einsetzen kann. Krebs gehört zu den ersten beiden Zivildienern, die in dem mittelamerikanischen Land ihren Dienst versehen. Sie werden dort dem österreichischen Schauspieler Dietmar Schönherr unter die Arme greifen. Er hat in Granada ein Kulturzentrum aufgebaut, um unter anderem mit Mal- und Musikunterricht Strassenkindern neue Perspektiven zu eröffnen. Das Zentrum, dessen Leiter der Linzer Dieter Stadler ist, war die Initialzündung fuer viele andere Projekte. So auch für das „Umsiedlungsprojekt“ des Ortes „Malacatoya“, der von einem Hurrican fast völlig zerstört wurde. Für die ehemaligen, notleidenden Bewohner wurde Land angekauft, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich eine neue Existenz aufzubauen. Bereits 1000 Menschen haben damit begonnen, sturmsichere Häuser zu errichten. Hier wird der Grieskirchner ein Betätigungsfeld finden: Er hilft mit, den Aufbau zu begleiten und zu dokumentieren. „Dabei geht es nicht darum, dass man als Planer auftritt und Anweisungen gibt, sondern dass man die Leute dazu motiviert, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen“, so Krebs. Dass das keine leichte Aufgabe sein wird, ist ihm bewusst: „Das Leben dort ist halb so schnell wie bei uns, man muss viel Geduld aufbringen.“ Und: „Es ist schon allein politisch ein sehr kompliziertes Land.“ Deshalb bereitet er sich jetzt noch in der Heimat intensiv auf seinen Aufenthalt vor, lernt Spanisch und informiert sich über Land und Leute. „Das Schöne daran ist, dass man ein anderes Leben kennen lernt und auch lernt, Sachen selbst in die Hand zu nehmen.“

Projekt Details

  • Datum 5. Juli 2016
  • Tags Pressearchiv 2001

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