Innenministerium will Zivildiener nicht bezahlen, Braunauer Rundschau

12.06.1997

Projekt Beschreibung

Gedenkdienst in Braunau scheitert am Ministerium Innenministerium will Zivildiener nicht bezahlen Von Markus Eberharter BRAUNAU. Um die Pläne des international engagierten „Gedenkdienstes“, in Braunau seine Zentrale einzurichten, ist es derzeit nicht gut bestellt. Das Innenministerium will die beiden notwendigen Zivildiener in der Innstadt nicht finanzieren, obwohl das Land Oberösterreich das Projekt bereits befürwortet hat. Initiator Dr. Andreas Maislinger ist enttäuscht. Er hatte bereits zwei qualifizierte Mitarbeiter gefunden, die von Braunau aus den Gedenkdienst hätten leiten sollen. Der parteipolitisch unabhängige Verein vermittelt Jugendliche – vor allem Zivildiener – an Gedenkstätten des Holocaust wie Yad Vashem in Israel, die ehemaligen KZ Auschwitz und Theresienstadt oder das Simon Wiesenthal Center in Los Angeles. Braunau sollte als 17. Standort als Zentrale fungieren. Die Symbolwirkung nach außen war einer der Gründe für die Standortwahl. Von Braunau aus sollte weltweit Zugang zu Informationen über den Holocaust abzurufen sein und die Stadt mittels Internet mit der ganzen Welt kommunizieren. Auch Räumlichkeiten waren schon gefunden, mit Juli sollte das Projekt starten. „In dieser Situation kann nur Innenminister Schlögl eine Lösung erwirken“, will Maislinger noch nicht aufgeben. Die beiden Zivildiener mussten in der Zwischenzeit anderweitig eingesetzt werden. Maislinger selbst hat derzeit vereinsintern mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Er ist nach einer Neuwahl nicht mehr im Vorstand vertreten, will dagegen aber rechtliche Schritte einleiten. Die Zeitgeschichte-Tage, deren wissenschaftlicher Leiter Maislinger ist, sind von der Entscheidung aber nicht betroffen. Die Vorbereitungen für die nächste Veranstaltung im Herbst laufen bereits. „Go west“ ist das Thema.

Projekt Details

  • Datum 28. August 2016
  • Tags Pressearchiv 1997

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