Im Einsatz für den Frieden, Die Presse

24.08.2004

Projekt Beschreibung

Im Einsatz für den Frieden Es gibt Wehrdienst, Zivildienst – und Gedenkdienst. Sein Schöpfer wird als „Österreicher des Jahres“ vorgeschlagen.

WIEN (red.). Andreas Maislinger ist Politologe, Gründer und Vorsitzender des Österreichischen Gedenkdienstes. Der von der österreichischen Regierung anerkannte Trägerverein bietet jungen Menschen die Möglichkeit, ihren Wehrdienst alternativ an ausländischen Holocaust-Gedenkstätten, in Sozialinstitutionen oder als Friedensdienst in mittlerweile 118 Einsatzstellen weltweit abzuleisten. Für 14 Monate werden junge Österreicher ins Ausland geschickt, was als Ersatz für einen herkömmlichen Zivildienst gilt.

„Maislinger hat diese beispiellose Organisation in jahrelanger, mühevoller und großteils unentgeltlicher Arbeit aufgebaut; sein humanitäres Engagement findet seinen Niederschlag in der in allen Einsatzstellen geschätzten Arbeit der jungen Gedenk-, Sozial- und Friedensdiener des Vereins für andere und mit anderen Menschen“, schreibt „Presse“-Leserin Heidrun Strasser. Die Teilnehmer am Gedenkdienst dienen an den wichtigsten Holocaust-Institutionen. Andreas Maislinger, Politologe aus Innsbruck, hat selbst als Freiwilliger für die deutsche „Aktion Sühnezeichen“ im Museum Auschwitz-Birkenau gearbeitet. 1991 wurde der Gedenkdienst von der österreichischen Regierung als Alternative zum Wehrdienst zugelassen, und als Folge daraus entstand eine unabhängige, aber größtenteils vom Innenministerium finanzierte Trägerorganisation. Die Intention des Gedenkdienstes ist es, das Eingeständnis der Mitschuld Österreichs am Holocaust zu betonen, und uns allen unsere Verantwortung bewusst zu machen, für ein „Nie wieder“ zu kämpfen. Der Gedenkdienst ist ein weltweites Netzwerk von Holocaust-Gedenkstätten und Museen. Seit 1992 haben mehr als hundert Gedenkdiener an Holocaust-Gedenkstätten mitgearbeitet.

Projekt Details

  • Datum 16. Dezember 2015
  • Tags Pressearchiv 2004

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