Haus der Verantwortung in Braunau

08.08.2014

Projekt Beschreibung

Haus der Verantwortung in Braunau

Alljährlich im Mai findet eine 'Gedenkstunde für die Opfer von Krieg und Nationalsozialismus' vor dem Hitlerhaus statt.
Alljährlich im Mai findet eine „Gedenkstunde für die Opfer von Krieg und Nationalsozialismus“ vor dem Hitlerhaus statt. (Foto: Geiring)
BRAUNAU (ah). Der Innsbrucker Politikwissenschaftler Andreas Maislinger sprach am 30. Juli in der Ö1-Sendung „Von Tag zu Tag“ über die Verwendung des „Hitler-Hauses“ in Braunau. Über dessen Nutzung wird seit Jahren diskutiert. Maislinger ist zwischen Salzburg und Braunau aufgewachsen und habe bereits als Kind bemerkt, dass Salzburg von Mozart profitiert, auf Braunau aber ein großer Fluch laste. Aus diesem Grund möchte er ein „Haus der Verantwortung“ installieren. Man dürfe die Vergangenheit nicht vergessen, müsse aber auch in die Zukunft blicken. Da es also um die Zukunft geht, sollte das Haus nach Maislingers Plänen vor allem jungen Menschen aus aller Welt überlassen werden. Auf drei Ebenen sollten sie die Möglichkeit erhalten, sich Gedanken über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu machen. Partner könnten auch die Braunauer Schulen sein. Wie schon des Öfteren berichtet, sind auch Volkshilfe und Volkshochschule an dem Gebäude interessiert. „Wenn die Volkshilfe ein Miet-Angebot bekommt, das unseren Vorstellungen entspricht, sind wir nach wie vor interessiert“, erklärt Pressesprecher Walter Deil. Nationalratsabgeordneter Harry Buchmayr findet die Idee für ein Haus der Verantwortung fantastisch: „Wir müssen uns mit dem Thema auseinandersetzen und Verantwortung zeigen.“ Er ist sich aber nicht sicher, ob dazu unbedingt das Gebäude in der Salzburger Vorstadt Nr. 15 verwendet werden sollte. „Auch die ehemalige Landesmusikschule würde sich anbieten“, meint Buchmayr. Viele Fragen seien noch zu klären. Buchmayr nutzte auch abseits der Begräbnisfeierlichkeiten von Barbara Prammer die Möglichkeit, um wichtige Gespräche zu führen, um zu einer Lösung zu gelangen. 8. Mai zum Nationalfeiertag erklären Andreas Maislinger plädiert dafür, den 8. Mai zum Nationalfeiertag zu machen. „Der Nationalfeiertag muss der Tag der Befreiung sein. Wir danken es unseren Befreiern viel zu wenig, dass sie uns vom nationalsozialistischen Regime befreit haben“, so Maislinger weiter. Auf die Frage, wie lange es noch dauern soll bis das Haus der Verantwortung umgesezt sei, antwortete Maislinger: „Das hängt vom Innenministerium ab. Ich hoffe aber, in absehbarer Zeit damit anfangen zu können.“ Auf der Facebookseite „Idea for a House of Responsibility in Braunau am Inn“ kann über die Idee diskutiert werden.

Projekt Details

  • Datum 20. Oktober 2016
  • Tags Pressearchiv 2014

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

nach oben