Gustostückerl „Zivildienst im Ausland“, WUaktuell

01.04.2000

Projekt Beschreibung

WUaktuell Nr. 4/2000

Gustostückerl „Zivildienst im Ausland“

Es muss nicht immer Bundesheer sein.

„Bundesheer oder Zivildienst?“, stellt sich die Frage.Für manche liegt die Antwort klar auf der Hand,doch für viele stellt dieser Lebensabschnitt einen großen Brocken dar,an dem lange und widerwillig geknabbert wird. Dabei gibt es doch noch ein weitaus attraktiveres Angebot: Zivildienst im Ausland! Das bedeutet Spannung, Spiel und ein Extrabonbon im Lebenslauf … Ok, so sehr soll diese Möglichkeit einer Präsenzdienstleistung nicht verharmlost werden! Der „Verein für Dienste im Ausland“ wurde nach der zugrunde liegenden Idee der deutschen Aktion Sühnezeichen 1998 gegründet. Hier hat man die Möglichkeit seine Staatspflicht im Gedenk-, Sozial- oder Friedensdienst zu leisten, und dabei ein wesentlich attraktiveres, geschmackvolleres Angebot rauszupicken. Im wesentlichen unterscheidet sich diese Form vom altbekannten Zivildienst in den folgenden Punkten:
  • intensive Mitarbeits-und Vorbereiungszeit in einem Landes-und einem Mitarbeiterreferat
  • ein jährlicher Infrastrukturbeitrag in Höhe von öS 250 zur Deckung der administrativen Kosten und zur Erhaltung der Homepage (wobei dieser Beitrag erst nach Teilnahme an seinem ersten Seminar zu leisten ist)
  • ein Erfahrungsbericht,der jeweils nach 6 Monaten Arbeit an der Stelle sowie nach Absolvierung des Dienstes abgeeben werden muß.
  • die zusätzlichen Teilfinanzierung durch den Staat. Auslandsdiener sind aber keineswegs finanziell besser gestellt als Zivildiener. Im Gegenteil, meist kommen die Auslandsdiener nicht mit dem Geld vom Ministerium aus, und müssen große Teile an eigenen Mitteln beisteuern.
Man muß über eine Menge Ausdauer und Geduld verfügen, damit man sich durch diese ganzen Schichten durcharbeitet kann, um endlich zur Erfüllung zu gelangen. Die verschiedenen Variationen dieses Zivildienstes Beim Gedenkdienst steht die Befassung mit den Opfern des Nationalsozialismus durch Arbeiten an Holocaust-Gedenkstätten, wie Museen und Forschungseinrichtungen im Vordergrund. Partnerorganisationen bieten dazu ausreichend Auswahlmöglichkeiten. Es gibt aber noch weitere 2 Geschmacksrichtungen, an denen man den Hunger nach anderen Herausforderungen stillen kann. Der Sozialdienst umfaßt Vorhaben, die der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des jeweiligen Landes dienen. Darunter sind Arbeiten mit Straßen- oder Waisenkindern, oder die Beteiligung an Projekten zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung in Ländern der Dritten Welt. Eine weitere besondere Herausforderung stellt der Friedensdienst dar. Zu seinen Aufgaben zählt die Präsenz am Konfliktort und das Leben und Wirken inmitten beider Konfliktparteien. Als bisheriges einziges Einsatzgebiet ist hier Israel mit den Stellen LAW (The Palestinian Society for the Protection of Human Rights and the Environment) und AIC (Alternative Information Center) aufgelistet. Wie kommt man weiters an eine Zivildienststelle? Weiters bietet sich darüber hinaus die Möglichkeit an, selbst die Initiativ zu ergreifen und seine eigene Kreation durch Kontaktanknüpfungen an neue Einrichtungen vorzuzaubern, um diese dem Innenministerium zur Anerkennung vorzulegen. Der aufmerksame Leser erahnt, daß es nicht so einfach erscheint, einen Auslandsdienst im Zeichen von Vater Staat zu erlangen, aber er soll dabei nicht übersehen, welche Erweiterungen und Erfahrungen (nicht zu vergessen, die kulturellen Gaumenfreuden!) ihm dabei offenbart werden. Weitere genauere Infos findest du unter https://www.auslandsdienst.at

Projekt Details

  • Datum 2. Juli 2016
  • Tags Pressearchiv 2000

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