Große Aufmerksamkeit in Ottawa für junge Künstler aus Österreich, APA

19.10.1995

Projekt Beschreibung

Austria Presse Agentur 19. Oktober 1995 Kunst /Ausstellung/Österreich/Kanada

Große Aufmerksamkeit in Ottawa für junge Künstler aus Österreich

Utl.: Kulturministerin und Sprecher des „Hauses of Commons“ eröffnen Ausstellung im Arts Centre

Qttawa (APA) – Große Aufmerksamkeit wurde am Mittwoch abend jenen 13 jungen Künstlern der Meisterklasse Anton Lehmden der Wiener Akademie der bildenden Künste zuteil, die im Rahmen der Ausstellung ,,Visualizing Memory – Theresienstadt“ ihre in Theresienstadt entstandenen Bilder im National Arts Centre in Ottawa ausstellen. Einige hochrangige Repräsentanten der kanadischen Regierung und des kanadischen Parlaments, darunter Kulturministerin Sheila Feinstone und der Sprecher des „Houses of Commons“ des kanadischen Parlaments, sowie zwei Staatssekretäre waren bei der Eröffnung durch den österreichischen Botschafter in Ottawa, Walther Lichem, zugegen und sprachen von der warnenden und erzieherischen Bedeutung dieser Ausstellung. **** Der Leiter des Projektes ,,Gedenkdienst“, der aus Lilienfeld stammende und in Wien lebende Bernhard Schneider, wies in einem Grußwort zur Eröffnung auf den Beitrag der jungen Künstler hin, den Holocaust, an dem auch viele Österreicher mitwirkten, nicht zu vergessen. Im Rahmen des „Gedenkdienst-Projektes“ leisten österreichische Zivildiener Dienst an internationalen Holocaust-Gedenkstätten (u.a. in Theresienstadt, Auschwitz, Jerusalem, Washington, Amsterdam). Mitgetragen wird die Wander-Ausstellung auch von der israelischen Botschaft, dem Montrealer Holocaust Memorial Centre, der Jüdischen Gemeinde von Montreal und der Kulturvereinigung Kanada-Israel. Sie wurde bereits in Österreich, Tschechien, Ungarn, Deutschland gezeigt und soll nach Kanada auf USA-Tournee gehen. Nach den „Gaskammer „- Aüßerungen eines F-Parlamentariers und dessen Rücktritt wurde in Ottawa mit Genugtuung registriert, daß es in Österreich unter jungen Menschen eine Gegenrealität zur Gefahr des Vergessens, des Verharmlosens oder sogar Leugnens der Schrecknisse der Nazi-Diktatur gibt. Die Greuel des Holocaust sind noch nicht vergessen. Dies wurde deutlich, als ein überlebender der Nazi-Konzentrationslager vor mehreren hundert Eröffnungsteilnehmern, darunter viele Auslandsösterreicher und jüdische Bürger Kanadas, in bewegenden Worten von seinen Erlebnissen berichtete, der österreichische Botschafter forderte in seinem Grußwort dazu auf, aus der Vergangenheit zu lernen, damit sich die in den Bildern dargestellten Greuel niemals und nirgendwo mehr wiederholen. Der israelische Botschafter sprach von der immerwährenden Aufgabe seines Volkes, das den Holocaust trotz aller Anstrengungen es zu vernichten, überlebt hat, andere Völker auf die Gefahren von menschenverachtenden Diktaturen, Ideologien und Gewaltanwendung hinzuweisen.

Projekt Details

  • Datum 23. August 2016
  • Tags Pressearchiv 1995

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