Fabian Schopper: Ein Mini-Botschafter aus Österreich, OÖN, 25.07.2011

25.07.2011

Projekt Beschreibung

Fabian Schopper: Ein Mini-Botschafter aus Österreich

Beide Omas haben den Krieg als junge Mädchen miterlebt. Mein Opa hat im Krieg gekämpft“, sagt Fabian Schopper. Er ist einer von 23 Österreichern die am Donnerstag den 28. Juli ihren Gedenkdienst antreten. Anstatt den Zivildienst im Heimatland zu absolvieren, arbeitet der 18-Jährige ein Jahr lang im „Museum of the Holocaust“ in Los Angeles mit.

Dass er das Bundesheer nicht absolvieren werde, stand für Fabian schon lange fest. Bereits im Alter von 16 Jahren informierte sich der Linzer über Alternativen. Zivildienst im eigenen Land war die naheliegendste. Noch reizvoller fand der Schüler jedoch die Idee, ein Jahr im Ausland zu arbeiten. „Ich freue mich, dass ich zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus etwas beitragen kann“, sagt der 18-Jährige.

Nicht zuletzt wegen der Geschichten seiner Großeltern. Sie erzählten ihm von schrecklichen Erlebnissen. Etwa, als sie sich in Schutzbunkern verstecken mussten. Eine Oma sah Hitler aus der Nähe. Ihm ist wichtig, dass die Gräueltaten nicht in Vergessenheit geraten. Fabian wird Tagebücher von Zeitzeugen ins Deutsche übersetzen und Kontakt zu Zeitzeugen haben. „Wir Gedenkdiener sind Mini-Botschafter aus Österreich!“ Wie die Amerikaner Österreich im Zusammenhang mit der NS-Zeit sehen, wie sie selbst diese Zeit bewältigen, das interessiert Fabian Schopper besonders. „In diesem Jahr werde ich persönlich sehr reifen. Sich so intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen, wird spannend.“

Ob er nervös ist, wenn er an das Jahr als Gedenkdiener denkt? „Ich kann seit einer Woche nicht mehr schlafen. Es ist aber positive Nervosität!“

Fabian Schopper (18), Beruf: Gedenkdiener in Los Angeles, Zuhause in: Linz, Familie: ein Bruder

Bild: privat

Projekt Details

  • Datum 16. Juni 2016
  • Tags Pressearchiv 2011

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