Eine Stätte des Gedenkens, Forschens, Lernens und Verstehens, Das Holocaust Memorial Museum

01.01.1995

Projekt Beschreibung

Das Holocaust Memorial Museum

Eine Stätte des Gedenkens, Forschens, Lernens und Verstehens

Das US Holocaust Memorial Museum auf der neoklassizistischen Großanlage des „Mall“ in Washington geht auf eine jüdische Initiative zurück. Der amerikanische Kongreß stellte den Grund zur Verfügung, das Geld für die Errichtung – an die 2 Mrd. S – kam von privaten Spendern und Institutionen. Für das riesige Bauwerk zeichnet Architekt James I. Freed – selbst jüdisch-deutscher Abstammung – verantwortlich, der dafür Elemente aus der KZ- und Ghetto-Architektur entlehnte. Gewidmet ist das Haus den „sechs Millionen Juden und Millionen anderer Opfer des Naziregimes“, eröffnet wurde es im April 1993 von Präsident Bill Clinton und vom Vorsitzenden der Museumskommision, dem Auschwitz-Überlebenden Elie Wiesel. Bisher wurden rund 4 Mio. Besucher gezählt. Kernstück des Museums, in dem rund 30#0 staatliche Angestellte und 200 Freiwillige (überwiegend Studenten) arbeiten, ist die Dauerausstellung: Auf drei Stockwerken zeichnen Filme, Bilder und Dokumente den Weg von der Machtergreifung der Nationalsozialisten bis zur „Endlösung“ nach, werden Szenen aus Widerstand, Befreiung, Täterverfolgung gezeigt. Der Besucher marschiert durch einen Viehwaggon, eine Lagerbaracke, vorbei an „object-survivers“ („überlebende Objekte“) wie Lagerkleidung und Gegenstände des täglichen Lebens (Werkzeuge, Zahnbürsten). Einzelne Gesichter heben sich aus der Millionenschaft von Opfern ab. In Wort und Bild schildern Überlebende ihre Schicksale. In einem eigenen „Lernzentrum“ kann dich der Besucher via Computer zusätzlich informieren. Das Museum samt Forschungszentrum, Archiv, Bibliothek, Film- und Videoabteilung u dgl. verfügt bereits über rund 30.000 „überlebende Objekte“, 40.000 Fotos, 15.000 Bücher, 1000 Zeitschriften, Hunderte Filme, Bänder, Zeitzeugengespräche, Millionen von Akten (vor allem aus Osteuropa) auf Mikrofilm. Mehr als 70.000 Holocaust-Überlebende sind hier erfaßt. Ein reger internationaler Forschungsaustausch besteht, der Anschluß an Internet ist aber erst in Arbeit.

Projekt Details

  • Datum 23. August 2016
  • Tags Pressearchiv 1995

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