„Eine besondere Verantwortung“ – Braunauer leistet Gedenkdienst in Yad Vashem, Tips

29.01.2007

Projekt Beschreibung

Vorgestellt: Markus Metz (21) ist der erste Braunauer, der einen Gedenkdienst in Yad Vashem leistet „Eine besondere Verantwortung“ BRAUNAU. Markus Metz leistet seinen Zivildienst als Gedenk- dienst. Als Braunauer habe man doch eine gewisse Verant- wortung, meint der 21-Jährige. Als „echten Braunauer“ bezeich- net sich Markus Metz gerne. Schließlich ist er in dieser Stadt geboren, aufgewachsen und in die Schule gegangen. Doch seit einem halben Jahr arbeitet er fast 3.000 Kilometer von seiner Hei- mat entfernt, in Jerusalem. Mar- kus Metz leistet Gedenkdienst in Yad Vashem, der „Gedenkstätte der    Mär tyrer    und    Helden    des Staates Israel im Holocaust“. Eine bewegende Arbeit „Mein Arbeitsplatz ist im Archiv. Es stellt den größten und umfas- sendsten Aufbewahrungsort von Holocaustmaterial    dar“,    erklär t Markus Metz. 62 Millionen Seiten an Dokumenten, über 250.000 Fo- tos und Tausende Filme befinden sich rund um den 21-Jährigen. Yad Vashem hat es sich zur Auf- gabe    gemacht,    die    Erinner ung und die Geschichte jedes einzel- nen der sechs Millionen jüdi- schen Holocaustopfer zu bewah- ren. „Bewegend“, nennt Metz seine Arbeit. Und der HTL-Absol- vent betont: „Es ist ein ganz be- sonderes Jahr, in dem ich jeden Yad Vashem, Israels nationale Gedenkstätte für sechs Millionen ermordete Juden Markus Metz an seinem Arbeitsplatz. Er dokumentiert „Killing Sites“ in den so genannten „Ostgebieten“ der Nazis Tag dazulerne.“ Er fühlt sich sehr wohl in Israel und den Gedenk- dienst kann er nur jedem ans Herz legen. „Er ist vor allem ein Gewinn für das eigene Leben.“ Eine besondere Bedeutung Für ihn als Braunauer habe der Dienst zudem eine ganz beson- dere Bedeutung. „Ich glaube, dass wir eine besondere Verant- wor tung    für    unser    ‘uner wünsch- tes Erbe’ haben“, sagt Markus Metz. Das kleine Braunau sei im Aus- land vielen bekannt. Zwar wisse keiner, wo die Stadt liegt, doch wissen alle, dass Adolf Hitler hier geboren    wurde.    Metz: „Manche fragen: Sind da noch immer Ver- wandte zuhause? Was ist mit dem Haus, in dem er geboren wurde?“ Und der 21-Jährige denkt: „Wäre es nicht schön, sagen zu können: Dort ist nun das ‘Haus der Verant- wor tung’    eingerichtet,    wo    man sich um die Aufarbeitung der Ge- schichte    kümmer t    und    Projekte für    eine    bessere    Gegenwar t    und Zukunft    ver wirklicht    werden?“ Denn, so Metz, es dürfe nicht der Eindruck erweckt werden, dass sich Braunau nicht darum küm- mere, was in der NS-Zeit gesche- hen ist. > www.auslandsdienst.at  

Projekt Details

  • Datum 24. April 2016
  • Tags Pressearchiv 2007

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