Ein Mühlbachler in Costa Rica, Bezirksblatt Stubai-Wipptal, 02.03.2005

02.03.2005

Projekt Beschreibung

Zivildienst einmal anders: Ein Mühlbachler in Costa Rica Klaus Obojes absolviert „Auslandsdienst“ MÜHLBACHL/COSTA RICA (tk). Tiefgrün glänzende Regenwälder, mächtige Vulkane und schwarze Palmenstrände, Wasserfälle und Savannen, Orchideen und Kolibris – im Süden Mittelamerikas, zwischen Nicaragua und Panama liegt Costa Rica. Pazifik und Karibik umschließen die „Bananenrepublik“, welche die Größe von Bayern hat. In diesem mittelamerikanischen „Paradies“ absolviert Klaus Obojes aus Mühlbachl derzeit seinen Auslandszivildienst. Ermöglicht wurde ihm diese „‚Alternative“ zum herkömmlichen Wehr- und Zivildienst vom Auslandsdienst. „Zahlreiche junge Tiroler wünschen sich, ihre ‚Pflicht‘ in anderer und für sie sinnvollerer Form zu erfüllen“, erklärt Willi Kozanek, PR-Referent des Vereins in Tirol. Obojes: „Vielseitiges Tätigkeitsfeld“ Mit einem gewöhnlichen Zivildienst ist der Dienst im Ausland jedoch nicht vergleichbar, wie uns Klaus Obojes via E-Mail wissen ließ: „Ich arbeite hier im Süden des Landes, bei ‚Unaproa‘, einer lokalen Umweltschutzorganisation. Diese Institution wurde Ende der 70er Jahre als Flüchtlingskooperative für Bürgerkriegsflüchtlinge aus Nicaragua und El Salvador ins Leben gerufen. Heute leben hier, am Fuß des 3.500 Meter hohen Talamanca-Gebirges, vor allem Salvadorianer und ‚Armutsflüchtlinge‘ aus Costa Rica.“ Obojes befindet sich im Dorf „Longo Mai“, wo die ansässigen Kleinbauern hauptsächlich Mais, Zuckerrohr, Kaffee und Bohnen anbauen und Hühner, teilweise aber auch Schweine und Rinder züchten. „Meine Tätigkeiten sind sehr vielseitig, die Aufgaben reichen vom Anlegen einer Baumschule über die Mithilfe beim Hausbau bis hin zur Mitarbeit in einem Projekt, das dem Schutz größerer Waldflächen an den Berghängen gewidmet ist“, erklärt der Mühlbachler, der außerdem an diversen Sitzungen des Komitees teilnimmt, in denen u.a. die Wasserversorgung und die Instandhaltung der Wege organisiert wird. Noch ein Jahr in Costa Rica … Klaus Obojes hat seinen Auslandsdienst Ende 2004 angetreten und wird noch bis Ende Jänner 2006 in Costa Rica bleiben. Der Wipptaler hat seine Entscheidung (fast) nie bereut: „Auch wenn die Mitarbeit im Verein zum Teil sehr anstrengend ist, habe ich sehr viele interessante Leute getroffen. Durch meinen Aufenthalt in Mittelamerika habe ich nun noch die Möglichkeit, ein anderes Land, eine neue Sprache und Kultur kennen zu lernen. Für mich ist der Auslandsdienst – der sich außerdem recht gut mit meinem Studium ergänzt – von Anfang an eine interessante Alternative zum ‚normalen‘ Wehr- und Zivildienst. Meine Vermutungen haben sich bisher voll bestätigt!“ Nähere Informationen zum Thema finden Sie unter www.auslandsdienst.at/tirol

Projekt Details

  • Datum 17. September 2016
  • Tags Pressearchiv 2005

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