der neue Mahnruf Nr. 12 , 51. Jahrgang – Dezember 1998 / „Zivildienst“ einmal anders

02.1998

Projekt Beschreibung

„Zivildienst“ einmal anders

Gedenkdienst ist ein Zivildienstersatz und bietet jungen Österreichern eine außergewöhnliche Alternative zum Bundesheer. Der Gedenkdienst wird 14 Monate bei einer Institution im Ausland, die dem Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus gewidmet ist, absolviert. Um Gedenkdienst leisten zu können, muß sich der Zivildienstpflichtige an einen Verein wenden, der für die Auswahl und Entsendung der Gedenkdiener zu den Institutionen verantwortlich ist. Ich wandte mich an den „Verein für Gedenkdienst“ unter der Leitung von Dr. Andreas Maislinger und wurde nach einer Vorbereitungszeit, in der ich mit anderen Kandidaten des Vereines Seminare besuchte, mit Zeitzeugen sprechen konnte und themenbezogene Bücher las, für den Gedenkdienst ausgewählt. Aufgrund meiner juristischen Ausbildung habe ich den Dienstvertrag für Gedenkdiener für den Verein verfaßt. Außerdem setzte ich mich auch mit dem Simon-Wiesenthal-Center in Los Angeles in Verbindung, um die Voraussetzungen für einen Gedenkdienst an dieser Institution zu schaffen. Vor zwei Monaten konnte ich schließlich einen Gedenkdienst am Simon-Wiesenthal-Center antreten, berichtet Mag. Philipp Naderer. Gedenkdienst gibt es heute auch in der Jüdischen Gemeinde in Prag und im Montreal-Holocaust-Memorial-Centre in Kanada.

Projekt Details

  • Datum 28. September 2016
  • Tags Pressearchiv 1998

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