Das Zentrale, der Sinn[Michaela Fröhlich], Kleine Zeitung, 12.05.2004

12.05.2004

Projekt Beschreibung

Das Zentrale, der Sinn

Zivildienst der anderen Art: Die kommenden 14 Monate wird der Judenburger Thomas Zobernig in Ecuador mit Straßenkindern arbeiten. MICHAELA FRÖHLICH Das Rote Kreuz oder die Lebenshilfe sind jene Organisationen, die gerne Zivildiener aufnehmen. Dass es auch andere Wege gibt, weiß Thomas Zobernig. Der Judenburger hebt heute Richtung Ecuador ab, um dort den so genannten „Zivilersatzdienst“ zu leisten. Rund 60 Zivildienstpflichtige jährlich nutzen diese Möglichkeit: „Viele allerdings wissen gar nicht, dass man dies tun kann“, so der 21-Jährige. In Ecuador wird Zobernig an einem Straßenkinderprojekt teilnehmen, dessen Ziel es ist, die Situation der Kinder hinsichtlich Kinderrechte und Bildungsmaßnahmen zu verbessern. Seine Motivation: „Mir ist bewusst, dass ich die Kinder dort nicht aus dem Elend befreien kann.“ Das Zentrale sei die Sinnhaftigkeit, in seinem „Vorleben“ als Werbetexter und Grafikdesigner habe er diese nämlich nicht wirklich gefunden. Berufliche Zukunftspläne hat Thomas Zobernig noch nicht, schließlich dauert dieser Dienst 14 Monate. Natürlich bedarf es für dieses Projekt auch an Vorbereitung, die Sprache und die Arbeit betreffend. Dabei begleitet wurde Zobernig vom Verein „Jugend Eine Welt“, eine österreichische Suborganisation der weltweit tätigen „Don Bosco Salesianer“ (siehe Information rechts): „Es gab etwa Seminare, bei denen man mit Leuten reden konnte, die solch einen Aufenthalt schon hinter sich haben.“ Er selbst war bereits vor einigen Jahren in Argentinien und hat erkannt: „Die Menschen sind überall gleich, sie können nichts dafür, wenn das System in ihrem Land falsch läuft.“

Projekt Details

  • Datum 17. September 2016
  • Tags Pressearchiv 2004

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