Chasing Hitler’s Ghost, Moment Magazine

01.06.2015

Projekt Beschreibung

Moment Magazine (Washington DC) June 2001 Die Vertreibung von Hitlers Geist 56 Jahre nach Hitlers Tod haftet noch immer Schande an Braunau, der österreichischen Geburtsstadt von Hitler. Eine Gruppe Einheimischer versucht dies jedoch zu ändern. Nach einem Plan, bekanntgegeben vom Politologen Andreas Maislinger, soll Hitlers Geburtshaus in ein Zentrum des Gedankenaustausches über Frieden und Konfliktlösung umgewandelt werden. „Wir wollen mit unserem ungewollten Vermächtnis zu Rande kommen und der Welt zeigen, wie Braunau wirklich ist“, sagte Maislinger, Gründer eines international anerkannten Projektes, des Gedenkdienstes, der jungen Österreichern ermöglicht, an Stelle des Militärdienstes in Holocaust-Organisationen zu arbeiten. (Im Rahmen dieses Programms haben seit 1992 mehr als 100 Jugendliche 14 Monate an Institutionen wie dem Simon Wiesenthal Center in Los Angeles oder dem Yad Vashem in Jerusalem ihren Gedenkdienst geleistet.) Die Gruppe einheimischer Bürger ist gerade dabei, eine Stiftung zu gründen, um das dreistöckige Gebäude zu erwerben, in dem Hitlers Familie bis zu Adolfs 2. Lebensjahr eine Wohnung gemietet hatte, sagte Maislinger. Das Gebäude, das seit 1939 eine Kunstgalerie, eine Schule, eine Bank, eine Bibliothek und jüngst eine Werkstatt für Behinderte beherbergt hat, würde ein „Haus der Verantwortung“ werden. Praktikanten aus ganz Europa würden bis zu einem Jahr in diesem Haus leben und über Thematiken von Menschenrechte bis zur Versöhnung mit der Vergangenheit Forschungen betreiben. Maislinger hofft, 45 Millionen Schilling ($ 3 Millionen) für das Projekt aufzutreiben. Er sagt, das Haus wäre kein „Hitler-Museum“ oder „Datenzentrum“, sondern vielmehr ein Platz, an dem Menschen helfen „eine Zukunft zu schaffen, in der jeder Menschenrechte respektiert“. Der Plan ist nicht unwidersprochen, räumt Maislinger ein. Die Sache hat jedoch seit 1989 zunehmend an Eigendynamik gewonnen, als eine Gruppe angeführt von Bürgermeister Gerhard Skiba ein Denkmal für die Opfer Hitlers vor dem Haus aufgestellt hat, „um der Außenwelt zu zeigen, wie wir in Braunau unsere Geschichte sehen und um der Opfer des Faschismus zu gedenken“.

Projekt Details

  • Datum 5. Juli 2016
  • Tags Pressearchiv 2001

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