Austrian Town of Hitler’s Birth Aims to Transform ‚the Burden‘, Los Angeles Times

13.01.2001

Projekt Beschreibung

Los Angeles Times January 13, 2001 Geburtsstadt Adolf Hitlers versucht „die Bürde“ umzuwandeln BRAUNAU, Österreich — Das Haus in dem Adolf Hitler geboren wurde ist eine Kulturschande mit abblätternder, gelb-brauner Farbe, eine Schande, die von behinderten Menschen besetzt war, die nirgendwo sonst hingehen können. Hitlers Heimatstadt versucht das altersschwache dreistöckige Gebäude in ein „Haus der Veranwortung“ umzuwandeln, das die Besucher über die Greueltaten der Vergangenheit und der Gegenwart informiert, um weiteres Unheil zu verhindern. Unterstützer des Projekts arbeiten immer noch an den Details und haben noch nicht damit begonnen, die geschätzten drei bis vier Millionen Dollar, die es kosten wird, aufzutreiben, aber Bürgermeister Gerhard Skiba sagt, sie seien entschlossen etwas Positives aus dem zu machen, was er die „Bürde“ nennt. „Es ist die Intention der Stadt Braunau, den Ort nicht zu dämonisieren, aber zu zeigen…was während der Nazi Ära passierte und die Menschen über die Kooperation der österreichischen Bevölkerung mit dem mörderischen Regime zu informieren.“ Sagt er. Und wir wollen den Menschen sagen, daß es nie wieder geschehen darf in einem demokratischen Land wie Österreich, und es sollte auch ein Zeichen des Friedens für die Zukunft sein.“ Hitler, der den schrecklichsten Völkermord des 20. Jahrhunderts lenkte, war gerade zwei Jahre alt, als seine Familie aus Braunau, das ca. 35 Meilen nördlich von Salzburg liegt, wegging. Trotzdem nennen die Einheimischen auch mehr als ein Jahrhundert später den Ort seiner Geburt das „Hitler-Haus“. Im Moment ist es eine Werkstätte für ca. 40 geistig und körperlich behinderte Österreicher, die hier Handwerksstücke herstellen, die dann im ebenerdigen Geschäft verkauft werden. Für Hitler wären sie eine Bedrohung der Vorherrschaft der arischen Rasse und würden die Auslöschung verdienen, gemeinsam mit Homosexuellen, Zigeunern und ca. 6 Millionen Juden, die Opfer des Holocaust wurden. Das Hitler-Haus war Heimat der Behindertenwerkstatt für ca. 15 Jahre, aber die österreichische Volkshilfe ist begierig aus dem Haus auszuziehen, das der Eigentümer nicht renoviert. Andreas Maislinger, der Leiter der campaign, es zu einem Haus der Verantwortung zu machen, sagt, die Unterstützer müssten zuerst einen besseren Platz für die behinderten Menschen finden, um dann das Geld für das Projekt selber aufzutreiben. Der Bürgermeister hofft auf bessere Unterstützung seitens des Bundes, des Landes und der Stadt, um das in Privatbesitz befindliche Gebäude kaufen zu können. Aber Maislinger will nicht über Geld sprechen. Er ist bestrebt das Geld über private Gönner aufzutreiben, um das Projekt soweit als möglich von politischen Einflüssen fernzuhalten. „In Österreich wird die ganze Diskussion über unsere Vergangenheit immer als politisches Instrument benutzt“ sagte Maislinger. Hitler wurde am 20. April 1889 geboren, in einer isolierten Stadt an der Österreich-ungarischen Grenze zu Deutschland. Seine Eltern mieteten eine Wohnung, wahrscheinlich im ersten Stock, gleich über einem Lokal genannt „Zum Hirschen“, sagte Florian Kotanko, ein Rektor, der Vorsitzende von Braunaus Verein für Zeitgeschichte. Hitlers Vater, Alois, war ein Grenzbeamter an der Grenze, die die Truppen seines Sohnes 1938 überschreiten würden um Österreich zu annektieren. Das schwarze Eisengitter über dem Eingangstor des Geburtshauses trägt immer noch die Initialen MB für Martin Bormann, des Führers skrupelloser rechter Hand, der das Haus in eine Kunstgallerie umgewandelt hatte, um Hitler zu huldigen. Die deutschen Truppen versuchten, das Gebäude zu sprengen, als es am 2. Mai 1945 den Alliierten zuzufallen drohte, aber amerikanische Soldaten verhinderten dies, sagte Kotanko. Skiba übernahm das Amt in 1989, nur Wochen vor Hitlers 100stem Geburtstag, und wissend, daß Journalisten und Neonazis über seiner Stadt herfallen würden, ließ er einen Gedenkstein vor Hitlers Geburtshaus errichten. Die Todesdrohungen begannen sofort, ließen aber nach einiger Zeit nach, sagte er. Aber das Denkmal blieb. Es ist ein Stück Granit aus Mauthausen, Österreichs bekanntestem Konzentrationslager, wo ca. 200.000 Juden und andere Gefangene ermordet wurden oder sich im Granitsteinbruch zu Tode arbeiteten. Es trägt die Inschrift „Für Frieden, Freiheit und Demokratie. Nie mehr Faschismus. Millionen von Opfern mahnen.“ Wenige Neonazis pilgern nunmehr zu Hitlers Geburtsort, sagte Skiba, aber er bekommt immer noch Erinnerungen an Hitlers Vermächtnis jedes Jahr zum Geburtstag des Führers. „Ich bekomme Geburtstagskarten aus aller Welt, die Vereinigten Staaten eingeschlossen“ sagte Skiba. „Einige enthalten Beschimpfungen, oder sie sind anonym – oder vielleicht verrückt. Übersetzt von Alexander Zlamal, Los Angeles.   Original: Austrian Town of Hitler’s Birth Aims to Transform ‚the Burden‘ By PAUL WATSON, Times Staff Writer BRAUNAU, Austria–The house where Adolf Hitler was born is an eyesore with peeling, yellow-brown paint, a disgrace occupied by disabled people who have nowhere else to go. Hitler’s hometown is trying to transform the decrepit three-story building at 15 Salzburger Vorstadt into a „House of Responsibility“ that would teach visitors about atrocities of the past and present in order to avert more.Supporters of the project are still working out the details and haven’t begun to raise the estimated $3 million to $4 million it will cost, but Mayor Gerhard Skiba says they are determined to make something positive out of what he calls „the burden.“ „The city of Braunau’s intention is not to demonize the place but to show . . . all the events that happened during the Nazi era and to inform people of the cooperation by citizens of Austria in this murderous regime,“ he said.“Then we want to tell people that it should never happen again in a democratic country like Austria, and it should also be a sign of peace for the future.“ Hitler, who masterminded the 20th century’s worst genocide, was only 2 when his family moved from Braunau, about 35 miles north of Salzburg. Yet more than a century later, local people still call his birthplace „the Hitler house.“It is actually a workshop where about 40 mentally and physically disabled Austrians make handicrafts that are sold in a ground-floor shop. To Hitler, they would have been threats to the superiority of the Aryan race and deserving of extermination, along with gays, Gypsies and about 6 million Jews who were victims of the Holocaust.The Hitler House has been home to the disabled people’s workshop for about 15 years, but the Austrian charity Life Aid is anxious to move out of a building that the owner won’t renovate. Andreas Maislinger, who is leading the campaign to make it a House of Responsibility, says supporters must first find the disabled people a better place and then find the money for the project. The mayor hopes to obtain funding from the federal, provincial and city governments to buy the privately owned building. But Maislinger doesn’t want tax dollars. He is determined to raise the money from private sources to free the project, as much as possible, from politics. „In Austria, the whole discussion about the past is used as an instrument of politics–always,“ Maislinger said. „And we are not interested in that. We would like to have an open discussion.“ Hitler was born April 20, 1889, in what was then an isolated town on the Austro-Hungarian border with Germany. His parents rented an apartment, probably on the first floor just above a pub called the Stag, said Florian Kotanko, a high school principal who heads Braunau’s Contemporary History Assn. Hitler’s father, Alois, was a customs officer at the border post that his son’s troops would storm through to annex Austria in 1938. The black iron grille above the front door of the birthplace still bears the initials MB for Martin Bormann, the Fuehrer’s ruthless right-hand man, who had the home turned into an art gallery to honor Hitler. German troops tried to blow up the building as Braunau fell to the Allies on May 2, 1945, but American soldiers stopped them, Kotanko said. Skiba took office in 1989, just weeks before the 100th anniversary of Hitler’s birth, and knowing that journalists and neo-Nazis would descend on his city, the mayor erected a memorial stone in front of the Hitler house. The death threats started immediately but eventually faded away, he said. But the memorial remained. It is a piece of granite from Mauthausen, the most notorious of Austria’s Nazi concentration camps, where about 200,000 Jews and other prisoners were murdered or worked to death in the granite quarry. It bears the inscription „For Peace, Freedom and Democracy. No more Fascism. Millions of dead exhort us.“ Few neo-Nazis make pilgrimages to Hitler’s birthplace anymore, Skiba said, but he receives reminders of Hitler’s legacy each year on the anniversary of the Fuehrer’s birth. „I get birthday greetings from all over the world–including the United States,“ Skiba said. „Some give names or they are anonymous–or maybe crazy.“ Copyright 2000 Los Angeles Times

Projekt Details

  • Datum 5. Juli 2016
  • Tags Pressearchiv 2001

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

nach oben