Austrian Holocaust Memorial Award an Oradour-Massaker-Überlebenden, APA Pressemeldung, 12.03.2008

12.03.2008

Projekt Beschreibung

APA Pressemeldung 12. März 2008
Verleihung am 17. März in der österreichischen Botschaft in Paris Austrian Holocaust Memorial Award an Oradour-Massaker-Überlebenden
Paris (APA) – Robert Hebras, einer der letzten Überlebenden des SS-Massakers im französischen Oradour-sur-Glane, wird mit dem „Austrian Holocaust Memorial Award“ (AHMA) ausgezeichnet. Die 2006 vom Österreichischen Auslandsdienst ins Leben gerufene Auszeichnung würdigt damit Hébras‘ „beachtenswertes Engagement als Zeuge im Kampf gegen das Vergessen, aber auch seine begeisterte Beteiligung an der Versöhnungsarbeit zwischen Deutschen, Franzosen und Österreichern“, heißt es in einer Aussendung. Die Preisübergabe findet nach den Angaben am 17. März in Paris durch den österreichischen Botschafter Hubert Heiss statt. Zwei Tage später, am 19. März, findet der erste offizielle Besuch einer österreichischen Delegation in Oradour-sur-Glane statt. Daran beteiligen sich Marina Ruhland-Chrystoph, Beraterin an der österreichischen Botschaft, sowie Andreas Maislinger, Gründungspräsident des Auslandsdienstes. Dabei wird Hébras die Delegation durch die Ruinen des Dorfes führen. Die kleine Ortschaft bei Limoges wurde im Juni 1944 von Angehörigen der deutschen SS-Einheit „Das Reich“ vollständig niedergebrannt. 642 Zivilisten, darunter viele Frauen und 207 Kinder, fielen dem Massaker zum Opfer. Die Männer wurden mit Maschinengewehren erschossen. Frauen und Kinder wurden in der Dorfkirche eingesperrt, die dann angezündet wurde. Oradour wurde zum Symbol für Grausamkeiten während der deutschen Okkupation Frankreichs (1940-44). Das „Centre de la Mémoire“ von Oradour (CMO) arbeitet seit sieben Jahren mit dem österreichischen „Holocaust Memorial Service“ zusammen. Bereits 2001 hatte ein erster Österreicher, Werner Kutil, in Oradour seinen Zivildienst anstelle des Wehrdienstes in seiner Heimat abgedient. Der im vergangenen November angekommene René J. Laglstorfer ist bereits der vierte österreichische Gedenkdiener im CMO. Auf ihn wird im kommenden September Mathias Althaler folgen, so die Aussendung. (Schluss) gia/za

Projekt Details

  • Datum 16. Juni 2016
  • Tags Pressearchiv 2008

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