Als Zivildiener beim Dalai Lama, Der Standard

16.09.2007

Projekt Beschreibung

Als Zivildiener beim Dalai Lama
Dharamsala – Zivildienst, das heißt nicht unbedingt, dass junge Männer im Rettungsauto mitfahren oder mit alten Menschen spazieren gehen. Der Zivildienst kann auch eine aufregende Reise um die halbe Welt bedeuten. Zum Beispiel für Heinz Ganser. Der 27-jährige Oberösterreicher lebt seit Jänner in Dharamsala, einer kleinen nordindischen Stadt am Fuße des Himalaya, die Exil-Heimat des Dalai Lama und ein Zentrum tibetischer Kultur ist. Das Problem, dem er sich widmet, ist dort ein relativ neues: Müll. Sinnsucher aus aller Welt Seit der chinesischen Okkupation Tibets 1959 kommen nicht nur tibetische Flüchtlinge nach Dharamsala, sondern immer mehr Sinnsucher aus aller Welt. Mit ihnen kam auch das Plastik – Upper Dharamsala wurde zunehmend zu einer Müllhalde. „Bis vor zehn Jahren haben die Menschen hier ihren Abfall einfach aus dem Fenster geworfen“, erzählt Ganser im Telefonat mit dem Standard. „Dieser war organisch und stellte daher kein Problem dar.“ Vor zwei Jahren „stolperte“ der Student über eine Auslandsdienststelle auf der Internetseite des Österreichischen Auslandsdienstes. Tibetan Welfare Office Dharamsala – Mithilfe beim Umweltkundeunterricht, lautete die Beschreibung. Gemeinsam mit dem ehemaligen Auslandsdiener Matthias Pazmandy verfasste er ein Konzept für ein Umweltbildungsprojekt. Im Februar dieses Jahres wurde dieses „Environmental Education Project“ von der tibetischen Exilregierung übernommen und wird nun von Ganser betreut; er wird dabei vom Jugendrotkreuz unterstützt. Umwelt-Themen Seit Kurzem steht Ganser ein zweiter österreichischer Zivildiener zur Seite. Gemeinsam arbeiten sie vor allem daran, die Aufmerksamkeit für Umwelt-Themen zu erhöhen. Ab Oktober startet die Partnerschaft mit einer Schule in Wien-Mariahilf. Von seinem Einsatzort ist Ganser „positiv überrascht“, die Umgebung sei beeindruckend: „Direkt hinter mir sehe ich die Berge des Himalaya, die Strassen von Dharamsala sind von tibetischen Gebetsfahnen und Mönchen geprägt, und wenn ich zehn Minuten ins Tal fahre, bin ich mitten in Indien.“

Projekt Details

  • Datum 16. Dezember 2015
  • Tags Pressearchiv 2007

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