Sozialdienstseminar 2017

Vom 3. bis 5. März 2017 fand in Wien ein Seminar für alle angehenden Sozialdiener statt. Am Freitag wurde das Seminar bei einem inoffiziellen Abendessen begonnen, das dem Zweck diente, einander von Angesicht zu Angesicht kennenzulernen. Ansonsten unterhielten wir uns über den ungefähren Ablauf des darauf folgenden Tages.

Am Samstag um 9:00 Uhr vormittags fanden wir uns alle in einem Seminarraum des Österreichischen Alpenvereins ein, wo wir bis 10:00 Uhr auch alle kennenlernen konnten, die am Vortag keine Zeit gehabt hatten. Weiters gingen wir den exakten Ablauf des angebrochenen Tages durch, wir würden unter anderem drei Gäste empfangen dürfen. Bereits um 11:00 Uhr trafen zwei Gäste ein: Frau Dr. Alice Irvin, die für die Öffentlichkeitsarbeit & Entwicklungspolitische Kommunikation bei der Austrian Development Agency (ADA) zuständig ist. Zeitgleich traf Frau Dr. Heidi Dumreicher ein, die unter anderem den Verein „OIKODROM“ gründete, welcher sich die Bekämpfung von Armut in Entwicklungsländern zum Ziel gesetzt hat.

Die Kandidaten, die ihren Sozialdienst 2017 antreten werden, präsentierten kurz ihre Einsatzstellen, um einen Einblick in ihre dortigen Tätigkeiten zu geben. Mit diesen ersten beiden Gästen durften wir über interessante Themen wie unter anderem Entwicklungszusammenarbeit, die Arbeit der ADA und die Sustainable Development Goals (SDGs) diskutieren. Die von allen 194 Mitgliedsstaaten der United Nations Organisation (UNO) unterzeichneten SDGs setzen das Ziel, bis 2030 globale Probleme wie Hunger, Armut und den Klimawandel zu bekämpfen oder Ozeane und Wälder zu schützen und allen Menschen Bildung zu ermöglichen. Nebenbei hatten wir immer die vielgenutzte Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Leider musste uns Dr. Irvin nach einer Stunde bereits wieder verlassen, konnten wir jedoch noch eine weitere Stunde mit Dr. Dumreicher verbringen durften, die uns über ihre Arbeit bei OIKODROM berichtete. Außerdem konnten wir das Gespräch fortsetzten und auch über die Definition verschiedener Begriffe wie „Armut“ oder „Nachhaltigkeit“ diskutierten, was sich äußerst interessant gestaltete.

Nach der einstündigen Mittagspause, die um 13:00 Uhr endete, sprachen wir mit einigen Sozialdienst-Alumni und lernten uns etwas besser kennen.

Um 14 Uhr empfingen wir unseren dritten Gast, Mag. Anton Mair, der, nach vielen Jahren Auslandserfahrung in Ländern wie Papua-Neuguinea und Uganda, seit 2004 stellvertretender Leiter der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit im Außenministerium ist. Mit ihm hatten wir auch verschiedene weltpolitisch relevante Themen zu besprechen. Dazu gehörten zum Beispiel die SDGs, die Probleme der Geldverteilung zur Entwicklungszusammenarbeit in den Zielländern und auch, wie die Umsetzung der SDGs in Österreich gehandhabt wird. Um 15:30 Uhr verließ uns Mag. Mair wieder.

Im Anschluss reflektierten wir über die Geschehnisse des Tages und unterhielten uns untereinander noch über unsere Einsatzstellen sowie die Herangehensweise an einsatzstellen- und einsatzlandspezifische Eigenheiten.

Um 16:30 präsentierte uns Raphael Reichl, der 2015 seinen Sozialdienst in Nicaragua absolvierte, sein Buch „Donde vivo yo“ (Wo ich lebe), das von Guatemala- Stadt handelt. Außerdem gab er uns Einblicke in seinen Auslandsdienst an der Casa de los Tres Mundos.

Nach 18:00 Uhr schauten wir uns noch einen Film an, in dem es um ein Projekt der Organisation „nopoor“ ging.

Den Sonntag begannen wir mit einem gemeinsamen Brunchen, bei dem wir die Möglichkeit nutzten, mit einigen Alumni, darunter Georg Eder (Costa Rica) und Thomas Gaar (Uganda) über die Hoch- und Tiefpunkten ihrer Auslandseinsätze zu sprechen und eventuelle Unsicherheiten den Einsatzort betreffend zu beseitigen. Das sehr motivierende und informative Seminar endete offiziell um 14:00 Uhr.