| OÖ Nachrichten 22. März 2006 |
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"Braunau ist keine braune Stadt!" Politologe ruft zur Gegenwehr auf OÖN Zitat "Die Stadt Braunau hat absolut nichts zu verstecken. " Andreas Maislinger BRAUNAU. Für Andreas Maislinger, den Initiator der Braunauer Zeitgeschichtetage, steht nach dem diffamierenden Artikel einer italienischen Tageszeitung über Braunau fest: "Wir sollten uns das nicht gefallen lassen!" Der Innsbrucker Politologe mit Innviertler Wurzeln sagte gestern auf OÖN-Anfrage: "Ginge es nach mir, würde ich umgehend eine vollständige Aufklärung verlangen" "Schließlich", so Maislinger, der vor Jahren die inzwischen nicht mehr wegzudenkenden Braunauer Zeitgeschichtetage ins Leben gerufen hat, "handelt es sich ja um keine Kleinigkeit. Braunau ist in dem Artikel der 'La Republica' diffamiert worden. Ich für meine Person würde die Unterstützung von Mitarbeitern des Außenministeriums suchen. Wir haben mit Romano Prodi, der wieder italienischer Ministerpräsident werden will, einen sehr namhaften Freund in Italien." Gezielte Diffamierungsaktion Nach Ansicht Maislingers sollte sich Braunau das nicht gefallen lassen. "Die Stadt hat absolut nichts zu verstecken. Braunau ist keine braune Stadt. Wir müssen unsere guten Beziehungen zu Italien herausheben und deutlich machen, wofür Braunau wirklich steht." Nicht zu verhindern sei allerdings, dass Braunau auch noch in 1000 Jahren mit Adolf Hitler in Verbindung gebracht werde. "Rund um den 20. April, dem Geburtstag von Adolf Hitler, geistern fast immer irgendwelche Geschichten herum. Meistens ist aber überhaupt nichts dahinter", weiß Andreas Maislinger . Wie exklusiv berichtet, hatte die renommierte italienische Tageszeitung "La Republica" in großer Aufmachung geschrieben, dass es in Braunau zu einem Treffen führender Neo-Nazis aus halb Europa gekommen sei. Zweck dieser Zusammenkunft sei laut dem Blatt das Vorbereiten von Krawallen für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland gewesen. Wo und wann genau dieses Treffen stattgefunden haben soll, wurde jedoch verschwiegen. Die Behörden verfügen nach wie vor über keine Hinweise, dass das Nazi-Treffen tatsächlich zus Stande gekommen ist. Allgemein wird davon ausgegangen, dass es sich bei dem Artikel um eine gezielte Diffamierungsaktion gehandelt hat. OÖnachrichten vom 22.03.2006 von Max Hofer |