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Förderer des Österreichischen Gedenkdienstes verstorben
Als die Idee des Gedenkdienstes junger Österreicher geboren wurde, wurde das Vorhaben noch von vielen Seiten belächelt. Vor allem der Zuspruch von Simon Wiesenthal, Ari Rath und Teddy Kollek, dreier großer Persönlichkeiten, sei für das Durchsetzen dieser Idee ausschlaggebend gewesen, so Andreas Maislinger, der Gründer des Österreichischen Gedenkdienstes. Eine dieser Personen ist am 2. Jänner 2007 verstorben.
„Teddy Kollek, der damalige Bürgermeister von Jerusalem hat mein Vorhaben, zivildienstpflichtige Österreicher in Yad Vashem und anderen Holocaust-Gedenkstätten mitarbeiten zu lassen sofort unterstützt und sich auch an die zuständigen Politiker in Österreich gewandt“, erinnert sich Maislinger. „Dafür bin ich Teddy Kollek dankbar!“ Weiters habe sich Teddy Kollek bis kurz vor seinem Tod für diese gemeinsame Initiative engagiert.
Teddy Kollek war 28 Jahre lang Bürgermeister von Jerusalem. In dieser Zeit setzte er sich für ein friedvolles Miteinander der Religionen und gegen eine Teilung der Stadt ein. Für sein Engagement wurden Kollek neben zahlreichen Ehrendoktoraten unter anderem die amerikanische Freiheitssmedaille, die UN Menschenrechte Auszeichnung, das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschlands und die Ehrenbürgerschaft der Stadt Wien verliehen.
Weitere Informationen bei Andreas Maislinger
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UNITED for Intercultural Action feiert seinen 15. Geburtstag
Wolfgang Winkler und Christoph Leitner leisten seit Herbst 2006 ihren Auslandsdienst bei UNITED for Intercultural Action, the Pan-European network against nationalism, racism, fascism and in support of migrants and refugees.
Der österreichische Auslandsdienst ist ein wichtiger Partner für UNITED for Intercultural Action, welches mit mehr als 560 Organisationen aus den verschiedensten Bereichen und Ländern Europas das größte Pan-Europäische Netzwerk im Kampf gegen Rassismus, Faschismus und Nationalismus ist.
In einer bemerkenswerten 15-jährigen Erfolgsgeschichte entwickelt sich eine europaweite Bewegung, die mittlerweile jährlich in drei koordinierten Kampagnen aktiv wird. Dabei handelt es sich um die „europaweite Aktionswoche gegen Rassismus“ die jedes Jahr in der Woche um den 21. März statt findet, den „Internationalen Flüchtlingstag“ am 20. Juni sowie den „Internationalen Tag gegen Faschismus und Antisemitismus“ am 9. November.
Neben vielen verschiedenen laufenden Projekten bilden zwei jährlich stattfindende Konferenzen einen Schwerpunkt in der Arbeit von UNITED, welche zur Intensivierung der Vernetzung als auch der Planung von zukünftigen Aktionen dienen. Die nächste Konferenz wird vom 10. bis 15. April in Madrid stattfinden und rund 90 Teilnehmer aus über 40 Ländern zusammenführen. Auch der österreichische Auslandsdienst wird erneut auf dieser Konferenz vertreten sein.
Weitere Informationen bei Christoph Leitner
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Erster Auslandsdiener an der „Mountains of the Moon University“ in Uganda
Seit seinem Dienstantritt am 1. Februar 2007 ist Johannes Radinger der erste österreichische Auslandsdiener in Fort Portal. Diese im Westen Ugandas gelegene Stadt ist Sitz der Mountains of the Moon University , an der Radinger junge Afrikaner bei ihrem Studium betreut.
In den Aufgabenbereich des Sozialdieners fällt das Vorbereiten von Lehrmaterial genauso wie unterstützende Tätigkeiten beim Lehrunterricht für die Professoren. Der Niederösterreicher arbeitet außerdem an Projekten mit, die eine Verbesserung der Lebensqualität im Umkreis der Universität zum Ziel haben, und bietet den Studierenden Unterstützung in Form von Tutorien an. Darüber hinaus betreut er sie bei den Studentengärten, wo verschiedene Pflanzen angebaut werden und die Studenten deren Entwicklung zu dokumentieren haben.
Johannes Radinger, der selbst Student an der BOKU Wien ist, gefällt seine neue Umgebung gut. „Es ist ein tolles Land mit äußerst freundlichen Leuten.“ Durch die kulturellen Unterschiede dauert so mancher Prozess zwar etwas länger, doch zu lernen, die Probleme und Anliegen der lokalen Bevölkerung zu verstehen, sieht der junge Sozialdiener als eine interessante und herausfordernde Aufgabe.
Weitere Informationen bei Johannes Radinger
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Unterhaltungsband und Auslandsdiener organisieren Schlagzeug für Kinder in Guatemala:
Der Oberösterreicher Daniel Antlinger wird in Kürze seinen Auslandsdienst in Santa Rosita antreten. Der angehende Sozialdiener suchte schon bald nach Alternativen zum Präsenzdienst. Nun freut er sich, in der dortigen „Casa Hogar“, in der zurzeit Fabian Pollesböck tätig ist, mit guatemaltekischen Kindern arbeiten zu können und dabei Spanisch zu lernen.
Um den Kindern des Heimes seine Ankunft zu versüßen, versuchte der 21-jährige Peuerbacher, ein Schlagzeug für die aus ärmeren Verhältnissen stammenden Schüler aufzutreiben. Markus Reidinger, Gitarist der Unterhaltungsband „Sound Mix“, erklärte sich bereit, dieses Projekt zu unterstützen, wodurch Daniel Antlinger die Kinder schon bald am Schlagzeug unterrichten können wird.
Die 1989 gegründete Casa Hogar, wo das Schlagzeug eingesetzt werden wird, widmet sich sozial benachteiligten Kindern um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihren Schulabschluss zu machen. Derzeit können 25 Kinder diese Gelegenheit für sich in Anspruch nehmen. Guatemala blieb auch nach dem langjährigen, erst 1996 endenden Bürgerkrieg eines der ärmsten Länder des Kontinents. Vor allem die Nachfahren der Maya, die etwa die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, leiden noch immer an Unterdrückung.
Weitere Informationen bei Daniel Antlinger
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Friedensdiener Constantinescu berichtet aus Hiroshima:
Der Friedensdiener Cezar Constantinescu arbeitet seit Februar 2007 im japanischen Hiroshima. Die Einsatzstelle des jungen Wieners ist die „Hiroshima Peace Culture Foundation“, die sich zum Ziel gesetzt hat, über die Ereignisse des Atombombenabwurfs auf Hiroshima zu informieren und den Friedensgedanken weltweit zu verbreiten. Die Organisation verwaltet das Friedensgedächtnismuseum Hiroshima, ein Konferenzzentrum, ein internationales Studentenheim und die Nationale Gedächtnishalle für die Atombombenopfer.
„Jetzt wo die Zeit der Schulexkursionen da ist, wimmelt es im Park und im Museum von Schülern aller Altersklassen. Knapp 30.000 Kinder besuchen das Museum jedes Jahr und nehmen an Vorträgen von Überlebenden teil“, berichtet Constantinescu aus Japan. Der Friedensdiener arbeitet zurzeit an der deutschen und englischen Übersetzung von Bilderklärungen zu einer Auswahl an Zeichnungen von Atombombenüberlebenden. Die zum Die überwiegend amateurhaft wirkenden Zeichnungen haben in ihrer Einfachheit eine große Ausdrucksstärke und zählen zu den bewegendsten Zeugnissen über die unmittelbaren Folgen der Atombombe.
„Wie mir vor kurzem bewusst wurde, wird die Chance, hier als Mitarbeiter aufgenommen zu werden, selbst Japanern nur selten geboten“, so Constantinescu. „Umso mehr freue ich mich, hier einen Beitrag zu den Aktivitäten der Friedensorganisation leisten zu können.“
Weitere Informationen bei Cezar Constantinescu
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Länderkunde im Rahmen des Auslandsdiensts:
Der Verein Österreichischer Auslandsdienst gestaltete am 20. Juni einen Abend für
Schüler und Interessierte. Vinzenz Gstrein, Bastian Oppl und Michael Hörtnagl berichteten in ihren Vorträgen über die politische, humanitäre und soziale Situation in Guatemala-Stadt, Jerusalem, Amsterdam und Los Angeles.
Michael Hörtnagl, der zwischen 2004 und 2005 seinen Friedensdienst in Jerusalem absolvierte, ging auf die Arbeit des „Alternative Information Center“ ein, in welchem sowohl arabischstämmige als auch israelische Menschen mitarbeiten.
Vinzenz Gstrein arbeitete je 6 Monate in Amsterdam und Kalifornien und war damit sowohl als Friedensdiener als auch als Gedenkdiener im Einsatz. Von „UNITED“, seiner Einsatzstelle in den Niederlanden, welche als Koordinator für hunderte Antirassismus-NGOs fungiert, ging es für ihn im August 2006 weiter ins „Museum of Tolerance“, einem Teil des Simon Wiesenthal Centers in der US-Metropole Los Angeles.
Von Guatemala-Stadt, einer der großen Metropolen in Zentralamerika, berichtete
Bastian Oppl. Er arbeitete als Sozialdiener in der Einrichtung „ASOL“, einem Projekt, welches ermöglicht, dass begabte Kinder aus armen Verhältnissen die Österreichische Schule besuchen können.
Auch wenn die drei Auslandsdiener unterschiedliche Aufgaben hatten und dadurch verschiedenste Erfahrungen sammeln konnten, waren sie sich einig, dass die Zeit im Ausland für sie eine aufregende, interessante und vor allem prägende Phase ihres Lebens war.
Weitere Informationen bei Florian Dregelyvari
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