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auslandsdienst.at - Verein für Dienste im Ausland nach § 12b Zivildienstgesetz

 
 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

auslandsdienst.at - Verein für Dienste im Ausland nach § 12b Zivildienstgesetz

auslandsdienst.at - Verein für Dienste im Ausland nach § 12b Zivildienstgesetzauslandsdienst.at NEWSLETTER 2005


Neue Sozialdienst-Einsatzstelle in Lambaréné (Gabun) von Ministerien anerkannt:

Künftig können Sozialdiener auch in Zentralafrika Auslandsdienst leisten, denn Mitte Dezember 2004 hat das Innenministerium in Einvernehmen mit dem Außenministerium die erste Sozialdienststelle in Gabun anerkannt. Zu verdanken ist diese Genehmigung in erster Linie Markus Gmeiner, der sich mit großem Engagement für die Anerkennung des Albert Schweitzer Hospitals als Sozialdienststelle einsetzte und selbst ab April 2005 in Lambaréné seinen Auslandsdienst ableisten wird.

Gabun liegt an der westlichen Atlantikküste Afrikas und wird vom Äquator durchkreuzt. Die bereits 61. Einsatzstelle des Vereins für Dienste im Ausland soll als Kompetenzzentrum für die Medizinerfortbildung im Bereich der klinischen Forschung in Afrika fungieren. Zusammen mit der „Vienna School of Clinical Research“ (VSCR) und dem Forschungslabor am Albert Schweitzer Hospital soll in Lambaréné ein Fortbildungsprogramm für afrikanische Mediziner angeboten werden. Dieses wird sich vor allem an den so genannten „poverty related diseases“, also HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose, orientieren. Durch die Bekämpfung dieser drei Krankheiten wird gleichzeitig auch die Bekämpfung der Armut forciert.

Weitere Informationen bei Markus Gmeiner

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Rückblick zum 4. Sozialdienst-Seminar in Wien, 18. bis 19. Dezember 2004:

Mit einem Vortrag von Lukas Kirschner über seinen Sozialdienst an der "Hermann Gmeiner Vocational School" in Qiqihar (China) startete das 4. Sozialdienst-Seminar letzten Dezember. Er hat den angehenden Sozialdienern seine persönlichen Erfahrungen als Auslandsdiener und Englischlehrer im Umgang mit den chinesischen Schülern weitergegeben und seinen Aufenthalt mit vielen Bildern illustriert.

Unter den zahlreichen Vorträgen war jener von Universitätsprofessor Heinrich Stemberger vom Institut für Reise- und Tropenmedizin besonders zweckorientiert. Er hat die Seminar-Teilnehmer über notwendige Impfungen in bestimmten Ländern informiert und auf humorvollem Weg veranschaulicht, was alles bei Erkrankungen während eines Auslandsaufenthaltes zu beachten ist.

Am letzten Tag des Seminars hat ein aufschlussreicher Workshop zum Thema "Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit" stattgefunden. Anhand eines einfachen Rollenspiels, in das alle Besucher aktiv eingebunden worden sind, ist aufgezeigt worden, wie einfach sich rassistische Strukturen aufbauen lassen und wie wenig dazu eigentlich nötig ist.

Mit informativen und gleichzeitig interessanten Erfahrungsberichten von Auslandsdienern sowie wissenswerten Expertenvorträgen ist auch dieses als Vorbereitung für künftige Sozialdiener dienende Seminar ein großer Erfolg für den Verein für Dienste im Ausland und seine Mitarbeiter gewesen.

Weitere Informationen bei
Johannes Radinger
Phillip Moherndl
http://www.auslandsdienst.at/meetings/sdseminar04

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SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos über Auslandsdienst

Norbert Darabos, Abgeordneter zum Nationalrat und Bundesgeschäftsführer der Sozialdemokratischen Partei Österreichs, würdigt die „konsequente, beharrliche Arbeit, die sowohl seitens des Vereins für Dienste im Ausland als auch der jungen Österreicher geleistet wird.“ Sie „ist eine der besten Visitenkarten, die unser Land vorweisen kann.“ Der volle Wortlaut des Schreibens an Andreas Maislinger, Gründer und Vorsitzender des Österreichischen Auslandsdienstes, steht im Briefarchiv des Vereins für Dienste im Ausland zum Nachlesen zur Verfügung. Weitere Informationen bei Andreas Maislinger Vida Nueva – Oberösterreicher leistet Sozialdienst in Costa Rica Seit 1. Februar 2005 leistet Mathias Augdoppler in der Provinzhauptstadt San Isidro de El General im Süden Costa Ricas Sozialdienst bei der Organisation „Vida Nueva“. Ziel ist es, sozial gefährdete Frauen, Kinder und Jugendliche durch präventive und nachhaltige Projekte zu unterstützen. Die Aufgabe des jungen Oberösterreichers besteht vor allem darin, eine Gesprächsbasis zu verhaltensauffälligen Kindern, deren Eltern in dem ärmeren Außenviertel „Tierra Prometida“ wohnen, herzustellen.

Durch beschäftigungstherapeutische Freizeitangebote, wie zum Beispiel Zirkustraining oder diverse künstlerisch-kreative Workshops, wird verhindert, dass Kinder und Jugendliche in Verwahrlosung, Drogenkonsum und sexuelle Ausbeutung abgleiten.

Mathias Augdoppler: "Obwohl sich der Einstieg in diese Arbeit als nicht gerade einfach herausstellte, habe ich nun schon Respekt und Vertrauen im Dialog mit den Kindern aufgebaut. Besonders wertvoll ist es für mich, noch über ein Jahr hier bleiben zu dürfen. Somit habe ich genügend Zeit, weitere wirklich sinnvolle Projekte zu realisieren.

Weitere Informationen bei Mathias Augdoppler

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Ehemaliger Gedenkdiener Andreas Feuerstein veröffentlicht sein erstes Buch:

Nach intensiver Forschungsarbeit und der Sponsion zum Mag. phil. an der Universität Wien erscheint "Human Rights and the War on Terrorism", die erste Publikation von Andreas Feuerstein, beim ibidem-Verlag in Stuttgart. Nach eigenen Worten hatte der Auslandsdienst und -aufenthalt in Reno, Nevada (USA) am "Center for Holocaust, Genocide & Peace Studies" bei ihm eine "fast schon übertriebene Faszination für die Vereinigten Staaten als politische Idee bzw. Gesellschaft ausgelöst."

Andreas Feuerstein, damals erster Gedenkdiener in Reno, war maßgeblich am Aufbau dieser kleinen, aber sehr vielseitigen Stelle beteiligt. Besonders beeindruckend war für ihn die Arbeit an lokalen High Schools in Nevada, wo er im Laufe von 14 Monaten zu über 3000 Schülerinnen und Schülern über seine Arbeit gesprochen hat.

"Mit so vielen jungen Menschen zu sprechen, war für mich eine unglaubliche Erfahrung, ihnen einen Einblick in die europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts zu geben. Viele Schüler erfuhren überhaupt zum ersten Mal von Nationalsozialismus und Völkermord. Diese Arbeit im Rahmen meines Gedenkdienstes hat in mir auch den Wunsch geweckt, selbst einen Lehrberuf zu ergreifen."

Seinen weiteren Weg sieht Andreas Feuerstein deshalb auch in der Lehre und Forschung. Er hat sich für eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck beworben. Innerhalb der nächsten zwei Jahre will er auch seine Dissertation verfassen.

Weitere Informationen bei Andreas Feuerstein

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Sozialdiener Matthias Pázmándy trifft österreichische Botschafterin in Indien:

Kurz vor Ende seines Auslandsdienstes im Tibetan Welfare Office in Dharamshala (Indien) ist Matthias Pázmándy mit der österreichischen Botschafterin, Jutta Stefan-Bastl, zusammengetroffen. Bei dieser Gelegenheit stellte ihr der Sozialdiener die Projekte Environmental Education Center und Handmade Recycled Paper Factory vor.

Jutta Stefan-Bastl: Es ist gut zu sehen, dass der Auslandsdienst nicht nur für den einzelnen Zivildiener bereichernd ist, sondern auch tatsächlich sinnvollem, sozialem Zweck dient - und das ist zweifelsohne der Fall.

Ein weiteres Projekt von Matthias Pázmándy ist die Durchführung einer Bewusstseinsbildungskampagne gewesen. In jedem Restaurant und in jedem Gästehauszimmer in Dharamshala liegt nun eine Informationskarte zu umweltverträglichem Verhalten für Touristen auf. Matthias Pázmándy war der zweite Sozialdiener in der Mitte 2002 bewilligten Stelle. Bereits am 1. August 2005 folgt ihm Martin Rasser nach.

Weitere Information bei Matthias Pázmándy

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past:present:future 5. Gedenkdienst-Seminar - 3. bis 10. August 2005:

Bereits zum fünften Mal veranstaltet der Österreichische Auslandsdienst - dieses Jahr gemeinsam mit dem Bildungsverein Politai - ein Gedenkdienst-Seminar in Südpolen. Anmeldungen für das unter anderem in Krakau, Nowy Sącz und Auschwitz-Birkenau stattfindende Seminar sind noch bis 7. Juli 2005 möglich.

Bundespräsident Heinz Fischer: "Die Initiative, mit einem intensiven und dialogisch konzipierten Seminar in Südpolen an authentischen Orten der Schoah und des Widerstands gegen den Totalitarismus auf diese Dienste vorzubereiten, kann ich als Bundespräsident eines Landes, aus dem nicht nur Opfer, sondern auch Täter aus der Zeit des nationalsozialistischen Systems stammen, nur begrüßen. Bildung ist in diesem Zusammenhang eine Notwendigkeit im wahrsten Sinn des Wortes, um der Vergangenheit aufrichtig ins Gesicht blicken zu können."

Weitere Informationen bei Korbinian Schleicher

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past:present:future 5. Gedenkdienst-Seminar - 3. bis 10. August 2005:

Bereits zum fünften Mal findet diesen August an authentischen Orten der Schoah, u.a. in Krakau, Nowy Scz und Auschwitz-Birkenau, ein Gedenkdienst-Seminar statt. Ziel dieses Seminars ist es, Begegnungen auf verschiedensten Ebenen zu initiieren und zu moderieren: Begegnungen mit anderen Sprachen und Kulturen sowie deren Menschen, Begegnungen mit Zeitzeugen und mit Überlebenden des Holocaust, Begegnungen mit Geschichte und deren verschiedenen Sichtweisen, Begegnungen mit Nachbarn, mit Fremden, mit Unbekanntem und - mit sich selbst.

Mitorganisator Korbinian Schleicher : Im Zusammenhang mit der 60-jährigen Befreiung vom Nationalsozialismus und den mit einhergehenden Veranstaltungen und Feiern ist es für uns besonders wichtig zu zeigen, dass der Umgang mit der Vergangenheit für unsere Gegenwart und besonders auch für unsere Zukunft wesentlich ist. Das Fünfte Gedenkdienst-Seminar in Südpolen past:present:future ist Teil eines in den letzten Jahren erwachsenen Projekts, das sich mit diesem zentralen Thema auf verschiedenen Ebenen auseinandersetzt. Wir freuen uns immer wieder über das Feedback von unseren TeilnehmerInnen, auch weil wir so die Bestätigung bekommen, dass unsere Arbeit angenommen wird und zu positiven Veränderungen beiträgt."

Der verstorbene Bundespräsident Thomas Klestil im Juli 2003: "Ich freue mich über diese Initiative junger Menschen und des Vereins für Dienste im Ausland, sich intensiv mit der jüngeren Geschichte Europas zu beschäftigen und um eine gesamteuropäische Identität zu bemühen."

Weitere Informationen bei Korbinian Schleicher

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Erster österreichischer Friedensdiener in Hiroshima (Japan):

Am 1. August 2005 hat der erste österreichische Zivildienstpflichtige seinen Friedensdienst in Hiroshima angetreten, wo am 6. August 1945 - also fast genau 60 Jahre vorher der weltweit erste Atomwaffeneinsatz stattfand und seine verheerende Wirkung mit schätzungsweise 200.000 Toten demonstrierte. Der Kärntner Stefan Berger wird 14 Monate in der Hiroshima Peace Culture Foundation tätig sein und die Arbeit des Informationszentrums mit Führungen in deutscher und englischer Sprache durch das Museum, Übersetzungen und der Mithilfe bei der Organisation von Konferenzen unterstützen.

Nachdem am 1. September 1992 der erste Österreicher seinen Gedenkdienst im Museum Auschwitz-Birkenau antreten konnte, kann 13 Jahre später auch in Hiroshima ein junger Österreicher seinen Auslandsdienst absolvieren. Neben Hiroshima besteht außerdem die Möglichkeit, noch in Jerusalem und Amsterdam Friedensdienst abzuleisten. Konrad Paul Liessmann hat darauf hingewiesen, dass Hiroshima - im Gegensatz zu Auschwitz - als metaphorischer Ort der kollektiven Erinnerung an Bedeutung verloren hat. Dem entspricht auch, dass es mehr als ein Jahrzehnt dauerte, bis nach Auschwitz auch ein junger Österreicher in Hiroshima einen Beitrag zur Erinnerung leisten konnte.

Aktivitäten zum Erreichen und Erhalt des Friedens sind keine Selbstverständlichkeit, aber die Pflicht jedes einzelnen und Handlungen von globalem Interesse. In diesem Sinne gibt auch die aktive Erinnerung an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki dem vagen Begriff der Friedensförderung Form und Inhalt. Indem junge Österreicher sich dieser Aufgabe widmen, erfüllen sie mehr als eine Staatspflicht. Sie tragen dazu bei, das Wissen um die zerstörerische Kraft von Massenvernichtungswaffen in der Welt zu verbreiten mit dem Bedürfnis, die Ignoranz aufzubrechen und dem Wunsch, dass eine derartige Katastrophe niemals wieder geschehe.

Weitere Informationen bei Stefan Berger

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Die Idee für den österreichischen Gedenkdienst feiert ihren 25. Geburtstag:

Vor fast einem Vierteljahrhundert bekam der Politologe Andreas Maislinger erstmals die Gelegenheit, seine Idee von einem österreichischen Gedenkdienst einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Sein Doktorvater Anton Pelinka hatte ihn eingeladen, am 10. Oktober 1980 an der ORF-Sendung "Kreuzverhör" mit Dolores Bauer teilzunehmen. Im Streitgespräch "Gefährdet der Zivildienst die Landesverteidigung?" bekam Maislinger auch von den damaligen Kritikern des Zivildienstes Unterstützung.

Der heutige Vorsitzende des Vereins für Dienste im Ausland hatte im Hauptabendprogramm sein Projekt "Zivildienst in Auschwitz" vorgestellt. Ein Jahrzehnt später wurde das Projekt mit Unterstützung von Innenminister Franz Löschnak unter dem Namen "Gedenkdienst" verwirklicht. Maislinger wurde sein Dienst im Museum Auschwitz-Birkenau 1980/81 nicht als Zivildienst anerkannt. Am 1. September 1992 konnte Georg Mayer als erster Zivildiener seinen Gedenkdienst in Auschwitz antreten.

Mittlerweile entsenden drei Gedenkdienst-Vereine junge Österreicher weltweit in Holocaust-Gedenkstätten und jüdische Forschungs- und Sozialeinrichtungen. Allein der Österreichische Auslandsdienst verfügt über 25 derartige Einsatzstellen und ist damit die größte Trägerorganisation. Zuletzt hat das Bundesministerium für Inneres das "Center for Jewish Studies" in Shanghai (China) als Gedenkdienst-Stelle anerkannt.

Weitere Informationen bei Andreas Maislinger

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Simon Wiesenthal (1908 - 2005), ein Freund des Österreichischen Gedenkdienstes

Am 20. September 2005, um 4 Uhr früh ging das lange Leben eines bedeutenden Österreichers zu Ende: Simon Wiesenthal, der 12 Konzentrationslager zur Zeit des 2. Weltkrieg überlebte und schließlich als "Nazijäger" weltweite Anerkennung erntete, verstarb 96-jährig in Wien.

Der Österreichische Auslandsdienst spricht hiermit seine tiefe Betroffenheit zum Tod von Simon Wiesenthal aus. Für den Vorsitzenden Andreas Maislinger war Simon Wiesenthal nicht nur ein persönlicher Freund und Vertrauter, sondern er bestärkte ihn auch aktiv in seinen Vorhaben. Unter anderem hat er maßgeblich zur Entstehung des Gedenkdienstes beigetragen, weshalb ihm an dieser Stelle noch einmal aufrichtig Dank ausgesprochen werden soll.

Das größte Vermächtnis des im altösterreichischen Galizien geborenen jüdischen Architekten bleibt aber das Simon Wiesenthal Center, eine Menschenrechtsorganisation mit Hauptsitz in Los Angeles. Seit etlichen Jahren haben junge Österreicher die Möglichkeit, über den Verein für Dienste im Ausland als Gedenkdiener dort ihren Zivildienst abzuleisten. Diese werden unter anderem im Archiv und im Multimedia-Bereich eingesetzt und führen auch durch das "Museum of Tolerance". Die Stelle erfreut sich größter Beliebtheit: Bereits acht Auslandsdiener haben im Simon Wiesenthal Center ihren Zivilersatzdienst abgeleistet, und der neunte, Vinzenz Gstrein, folgt bereits nächstes Jahr im Februar.

Simon Wiesenthal: "Ich verfolge die Arbeit des Gedenkdienstes mit großem Interesse, und der Gedenkdienst hat meine volle Unterstützung." "Recht, nicht Rache" heißt sein Buch, das als Pflichtlektüre für jeden zukünftigen Gedenkdiener gilt. Gleichzeitig war es aber auch Simon Wiesenthals Lebensmotto. Es ist zu hoffen, dass auch zukünftige Generationen durch sein Wirken inspiriert werden. Der Österreichische Gedenkdienst jedenfalls wird mit aller Kraft versuchen, seinen Beitrag dazu zu leisten.

Weitere Informationen bei Andreas Maislinger

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Österreichischer Gedenkdienst erinnert an Österreichische Gerechte:

Am 9. November 1938 begannen die nationalsozialistischen Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung. Diese wurde von diesem Tag an aus Deutschland und Österreich systematisch enteignet, vertrieben und schließlich in Vernichtungslager deportiert.

Der Österreichische Gedenkdienst gedachte dem 67. Jahrestag der Reichskristallnacht mit einer besonderen Aktion: Zukünftige Auslandsdiener erinnerten am 9. November 2005 in 8 Bundesländern an die Ausschreitungen und Morde gegen Juden, aber auch an die zahlreichen Österreichischen Gerechten, die ihre jüdischen Mitbürger unter Einsatz ihres eigenen Lebens versteckten, befreiten und beschützten. Kundgebungen, Plakat- und Informationsaktionen fanden an diesem offiziellen Tag gegen Faschismus und Antisemitismus an symbolträchtigen Plätzen in Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt, St. Pölten und Hohenems statt. Die Resonanz der Bevölkerung auf die Österreichischen Gerechten war überaus positiv.

Gerechter unter den Völkern ist ein Titel, welcher von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem an Menschen vergeben wird, die Juden während des Nazi-Terrors versteckt bzw. geholfen haben, mit dem Leben davon zu kommen. Bekanntester Träger dieser Ehrung ist der Altösterreicher Oskar Schindler. Insgesamt wurden 84 Österreicher aus allen Bundesländern mit dieser Ehrung ausgezeichnet. Der Mut und die Zivilcourage der Österreichischen Gerechten sollen als Vorbild für uns und zukünftige Generationen dienen.

Weitere Informationen bei Martin Wallner und René J. Laglstorfer

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Kilian Rieder, Gedenkdiener in Paris: "Für sie gibt es nichts zu verlieren"

Seit den Krawallen im Banlieue von Paris durch Jugendliche herrscht große Unruhe in ganz Frankreich. Mitten drin ist der junge Auslandsdiener Kilian Rieder, der seit 1. September 2005 in der "Fondation pour la Mémoire de la Déportation" in Paris Zivilersatzdienst leistet. Der Salzburger recherchiert dort unter anderem Informationen zur Internierung und Deportation von französischen Staatsbürgern während der deutschen Besatzung und leistet für die Stiftung Öffentlichkeitsarbeit.

Kilian Rieder, der selbst im Banlieue in Sceaux wohnt: "Angesichts der nackten Gewalt herrscht eine ziemliche Ratlosigkeit unter den Parisern. Gewaltakte und Vandalismus in den Vororten sind ja nicht neu, aber eine derartige Vielzahl an Krawallen hat es bis jetzt auch dort noch nie gegeben. Polizeipatrouillen und Ausweiskontrollen gehören zum Alltag. Die jungen Menschen im Banlieue sehen keine Perspektiven für ihre Zukunft, sie haben nichts zu verlieren."

Am 1. Februar 2006 tritt mit dem Oberösterreicher Bernhard Trautwein bereits der 9. Auslandsdiener seinen Gedenkdienst in der Pariser Einsatzstelle an.

Weitere Informationen bei Kilian Rieder

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Vorsitzender Dr. Andreas Maislinger
A - 6020 Innsbruck, Hutterweg 6