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Seminar
11/97
Freitag,
21. 11. 1997
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der allgemeinen Begrüßung der Seminar-Teilnehmer
durch Dr. Andreas MAISLINGER, wurde das Seminar durch
einen Vortrag des Vertreters des Innenministeriums, Michael
ZINK, eröffnet. Sowohl bei dem Referat von Herrn Michael
ZINK wie auch bei der anschließenden Fragestunde
standen die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen für den
Gedenkdienst im Vordergrund.
Die Regierungsvorlage
für die Abänderung des Zivildienstgesetzes 1986
(ZDG-Novelle 1997) besagt, daß der Zivildienst entweder
als Gedenkdienst an Einrichtungen zum Gedenken der Opfer des
Nationalsozialismus oder als Friedensdienst bzw als Sozialdienst
geleistet werden kann. Sämtliche Trägerorganisationen
sind nunmehr verpflichtet, neuerlich um Anerkennung durch
das Innenministerium anzusuchen.
Die gesetzliche
Neuordnung wurde durch Dr. MAISLINGER im wesentlichen
positiv beurteilt. Er werde sich nun um neuerliche Anerkennung
seiner Organisation durch die offiziellen Stellen bemühen,
um eine Fortsetzung des Auslandsdienstes 1998 zu ermöglichen.
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Samstag,
22. 11. 1997
| Am
zweiten Seminartag wurden die Gedenkdienst-Interessenten durch
Dr. Erich FRÖSCHL, den Leiter des Renner-Instituts,
begrüßt. Das Institut, welches die Seminarräume
zur Verfügung stellte, verfügt über ein umfangreiches
Angebot an Fortbildungsveranstaltungen und ist im Ausland an
zahlreichen Projekte zur Entwicklungshilfe und zum Ausbau demokratischer
Strukturen beteiligt.
Anschließend
wurden zwei Auslandsstellen vorgestellt: Martin MAYER
berichtete über seine Arbeit an der Gedenkstätte
Auschwitz-Birkenau, und Mag Matthias KRÖN schilderte
seine Tätigkeit am Leo Baeck-Institute in New York. (Einzelheiten
über die Arbeit an beiden Einsatzorten und das Anforderungsprofil
an Gedenkdienstleistende sind bei den betreffenden Referenten
für Polen und die USA zu erfragen.)
Nachdem
die beiden Gäste auch alle Fragen der Interessenten behandelt
hatten, formierten sich die Ländergruppen. Dabei war
es jedem Seminarteilnehmer möglich, sich bei mehreren
Stellen über alles Wissenswerte in Bezug auf seine persönlichen
Wunschziele zu informieren.
Ergänzt wurde das Programm durch eine Literaturdiskussion
zu aktuellen Werken über Judentum und Holocaust, welche
einen ersten Einblick in die historischen und theoretischen
Hintergründe ermöglichte.
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Sonntag,
23. 11. 1997
| Der dritte Seminartag
war geprägt durch den Besuch zweier Zeitzeugen: Dr Franz
DANIMANN und Karl STOJKA, beide Überlebende
des Konzentrationslagers Auschwitz, sprachen über ihr Leben
vor, in und nach Auschwitz und hinterließen mit ihren
Er- und Überlebensberichten, aber auch durch ihr ungebrochenes
Engangement gegen politischen Extremismus und Rassismus und
für Humanität und Menschenwürde bei der Mehrheit
der Seminarteilnehmer einen Eindruck, welcher noch sehr lange
nachwirken wird. |
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