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auslandsdienst.at - Verein für Dienste im Ausland nach § 12b Zivildienstgesetz

 
 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

auslandsdienst.at - Verein für Dienste im Ausland nach § 12b Zivildienstgesetz

auslandsdienst.at - Verein für Dienste im Ausland nach § 12b ZivildienstgesetzSeminar 3/98

 Freitag, 20. 3. 1998

Im Rahmen der Begrüßung der Seminar-Teilnehmer gibt  Dr. Andreas MAISLINGER einen kurzen Überblick über die gegenwärtige Situation: Es liegt noch kein offizieller Bescheid zur Anerkennung des Vereins als Trägerorganisation seitens des Innenministeriums vor. Nach einer kuzen Einführung für Neuinteressenten folgt die Darstellung der vereinsinternen Kommunikationsstruktur, der ein Jahrgangssprecher hinzugefügt wird (für 1998/99: Wolfgang Müller, für 1999/2000: Peter Mangel). 
Vorschlag Dr. Maislingers, ein neues Betätigungsfeld zu erschließen: Opfer des Stalinismus und der kommunistischen Herrschaft im ehemaligen Ostblock. Bekanntgabe des Themas und Termins des Braunauer Treffens ("Belastete Namen", 25. 9. bis 27. 9. 1998).

Samstag, 21. 3. 1998

Am zweiten Seminartag werden ab 10.00h organisatorische DInge wie Fahrtkostenrückerstattung besprochen. Wolfgang Müller wird zum Jahrgangssprecher 1998/99 ernannt.

Vorstellung der Gastredner durch Dr. Maislinger:
o Frau Ginte Damusis von der litauischen Botschaft

o Herr Wieckowski, Botschaftsrat der polnischen Botschaft

o Herr Kujawa, zweiter Botschsaftssekretär der polnischen Botschaft, zuständig für Kultur und wissenschaftliche Angelegenheiten.

Frau Damusis berichtet von der Unterdrückung der litauischen Bevölkerung durch die sowjetische Herrschaft. Von Deportationen und Mord. Ein mögliches Einsatzgebiet für einen Gedenkdienstleistenden wäre das 1990 gegründete Genocide & Restistance Research Center (Archivarbeit, Katalogisierung) oder das KGB-Museum (Aufarbeitung von Dokumenten).

Herr Wieckowski berichtet von den heute guten Beziehungen zwischen Polen und Litauen und gibt einen kurzen Abriß der -zum Teil- gemeinsamen Geschichte. 
Dann spricht er von der Einsatzstelle in Auschwitz und von seiner persönlichen Beziehung zum Holocaust. ( seine Eltern waren Häftlinge). 

Er betont, daß die Arbeit in Auschwitz für Gedenkdienstliestende sehr vielschichtig ist ( Führungen, Übersetzungen, Diskussionen,...)

Fragen der Anwesenden an die Diplomaten zu: Aufarbeitung der Geschichte in den genannten Ländern, Kollaboration, etc...
Frage von Dr. Maislinger nach anderen möglichen Einsatzstellen in Polen.

Nach der Mittagspause begrüßt Dr. Masilinger die Gastredner Kurt Fräser und Erich Herzl, die ein Projekt bei Riga verfolgen und auf die Mitarbeit des Vereins für Dienste im Ausland hoffen.

Herr Herzl gibt einen kurzen Abriß der jüdischen Geschichte. 
Herr Fräser berichtet von seinen Erfahrungen vor und im zweiten Weltkrieg, seiner Flucht vor dem Nationalsozialismus und seiner Rückkehr als Soldat der britischen Armee. Kurze Debatte über Josef Haslinges Buch "Opernall", dessen Haupfigur an die Person von Kurt Fräser angelehnt ist (ohne dessen Einverständnis).

Zum Thema: 57 Massengräber in Riga (Lettland) sollen zu einer Gedenkstätte erhoben werden . Herr Herzl und Herr Fräser haben dazu einen Verein gegründet.

Es folgt eine Besprechung über PR-Maßnahmen: Artikel, Workshops, Broschüre, Homepage, Aussendungen an Schulen, Plakate, etc...

Sonntag, 22. 3. 1998

Gastredner Herr Farnleitner von der Organisation "United Games of Nations" berichtet über das Betätigungsfeld seines Vereins - Austausch und Zusammenkünfte von Jugendlichen in Europa - und informiert sich im Gegenzug über den Verein für Dienste im Ausland. Beteilgt an seinen Aktivitäten sind D, TCH, SLOW, HUN, AUT, möglicherweise auch ITA. Ziel sind Völkerverständigung und kontinuierliche Jugendarbeit (hier liegt ein mögliches Einsatzgebiet für den Verein für Dienste im Ausland).

Nach dem Mittagessen werden organisatorische Fragen, sowie der Vertrag zwischen dem jeweiligen Gedenkdienstleistenden und dem Verein erörtert.

Anschließend: Gastredner Dr. Ella Lingens und ihr Sohn Peter Michael Lingens. Herr Lingens berichtet von seiner eineinhalbjährigen Tätigkeit bei Simon Wiesenthal, vom Fall Peter und vom Fall Waldheim, sowie von den Versäumnissen der österreichischen Justiz bei der Verurteilung von NS-Verbrechern.

Frau Dr. Lingens berichtet von ihrer Verhaftung wegen Fluchthilfe und von ihrem Aufenthalt im KZ Auschwitz. Sie erzählt, daß ihr der Umstand nichtjüdischer Abstammung zu sein wahrscheinlich das Leben gerettet hat, von ihrer Bekanntschaft mit den Lagerärzten, vom Fleckfieber und von den unmenschlichen Zuständen in Auschwitz. 

Es folgen zahlreiche Fragen an die Gastredner. Diskussion.

Das Seminar endet um 16.30h.


 
 

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Verein für Dienste im Ausland nach §12b Zivildienstgesetz
Vorsitzender Dr. Andreas Maislinger
A - 6020 Innsbruck, Hutterweg 6