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auslandsdienst.at - Verein für Dienste im Ausland nach § 12b Zivildienstgesetz

 
 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

auslandsdienst.at - Verein für Dienste im Ausland nach § 12b Zivildienstgesetz

auslandsdienst.at - Verein für Dienste im Ausland nach § 12b ZivildienstgesetzBraunau 1998

 

 Das Treffen des Verein für Dienste im Ausland nach §12b Zivildienstgesetz am 25. und 26.09.1998

Unser Seminar in Braunau am Inn unterscheidet sich grundlegend von den in Wien stattfindenden Seminaren. Während wir in Braunau hauptsächlich organisatorische Dinge besprechen, laden wir in Wien verschiedenste Gastredner für Vorträge und Diskussionsrunden ein. Hierfür gibt es zwei einfache Gründe. Einerseits ist es von organisatorischer Seite her einfacher Gastredner für ein Seminar zu begeistern, das in Wien stattfindet. Andererseits läuft unser Seminar in Braunau immer parallel zu den alljährlich stattfindenden Braunauer Zeitgeschichte-Tagen, einer Veranstaltung bei der immer zahlreiche bekannte Persönlichkeiten als Gastredner in Erscheinung treten. Da der Besuch dieser Veranstaltung Teil unseres Seminars ist, nutzen wir die restliche Zeit für die Diskussion vereinsinterner Angelegenheiten. Nun aber zum Seminar.

Am 25.09.1998 um 14.00 Uhr eröffnete Dr. Maislinger unser Treffen. Immerhin 40 Interessenten hatten den zum Teil weiten Weg nach Braunau gefunden. Es wurden hauptsächlich organisatorische Dinge besprochen. Hauptthemen waren hierbei die  Kommunikation und der Informationsfluß innerhalb des Vereins, die Einreichung von Anträgen beim Innenministerium (Ablauf und formelle Erfordernisse) und die Anforderungen an einen Interessenten. Weiters wurde die erste Ausgabe der vereinsinternen Informationsschrift "GedenkdienstNEWS" verteilt und über den letzten Stand der eingereichten Anträge im Bundesministerium für Inneres gesprochen. Knapp nach 17.00 Uhr endete unser erstes Treffen. Die Zeit bis zum Beginn der Braunauer Zeitgeschichte-Tage um 18.30 Uhr nutzten viele Anwesende um andere Interessenten kennenzulernen, beziehungsweise schon bestehende Kontakte noch zu vertiefen.

Am 26.09.1998 wurde über Vorschläge für neue Einsatzstellen gesprochen. Unter anderem kamen als mögliche neue Einsatzorte Berlin, Israel, verschiedene Orte in den USA,  Irland und Australien zur Sprache. Auch eine mögliche Stelle in Braunau am Inn ist noch im Gespräch. Bemerkenswert ist, daß die Ideen zu vielen dieser neuen Einsatzstellen auf Eigeninitiativen von Interessenten zurückzuführen sind. Bei der Stelle in Israel war Frau Traude Litzka von der österreichischen Vertretung des Kibbuz Nes Amim so nett uns eine kurze Einführung zu geben. Anschließend wurden die Listen für Regionalgruppen-Sprecher (siehe auch unter Contacts) sowie die Ansprechpartner für Einsatzstellen aktualisiert (die jeweils aktuelle Liste ist beim Autor Peter Mangel erhältlich, Red.). Um 12.00 Uhr schließlich endete unser Seminar, aber ein Großteil der Anwesenden blieb noch in Braunau um am Nachmittag weiter an den Braunauer Zeitgeschichte-Tagen teilzunehmen.


Die 7. Braunauer Zeitgeschichte-Tage vom 25.09.-27.09.1998
Die Braunauer Zeitgeschichte-Tage fanden auch dieses Jahr wieder im Kultur im Gugg in Braunau am Inn statt.  Das diesjährige Thema "Belastete Namen" löste schon vor Beginn der Veranstaltung ein bemerkenswertes Medienecho aus. Berichte der APA (15-06-98, 16-09-98), sowie in den OÖ Nachrichten (16-06-98), der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (23-09-98, 25-09-98), dem ORF (23/24/25-09-98 und  12-10-98) und der Presse (26-09-98, 29-09-98 und 2-10-98) verdeutlichen die Aktualität des Themas und das Interesse, das es in der Bevölkerung hervorgerufen hat. Namen nehmen schließlichim Leben eines jeden Menschen einen großen Stellenwert ein. Vor allem dann, wenn man den Namen Heinrich Himmler oder Adolf Hittler trägt.

Die Veranstaltung begann am Freitag, den 25.09.98 um 18.30 Uhr mit der Begrüßung durch Bürgermeister Gerhard Skiba und den Obmann des Vereins für Zeitgeschichte Mag. Florian Kotanko. Die Einführung in die Tagung übernahm Dr. Andreas Maislinger, einer der Hauptinitiatoren der Braunauer Zeitgeschichte-Tage. Anschließend führte Dr. Thomas Brechenmacher vom Historischen Institut der Universität der Bundeswehr in München, die Zuschauer in die Forschungsergebnisse seines Buches zum Thema Vornamen als politische und gesellschaftliche Indikatoren ein. Den Abschluß des Tages bildete eine Diskussion der Vortragenden, an der sich das Publikum lebhaft beteiligte.

Der zweite Tag der Veranstaltung begann um 14.00 Uhr mit einer Diskussionsrunde unter der Leitung von Dr. Andreas Maislinger zum Thema "Adolf, Burghart, Horst, Uta- Deutsche Schicksaleß" Vorträge von Dr. Adi Wimmer und Prof. Dr. Burghart Schmidt über persönliche Erlebnisse und aktuelle Forschungsarbeit, unter anderem zum Buch "Uta von Naumburg - Eine deutsche Ikone" von Dr. Wolfgang Ullrich, lieferten interessante Erkenntnisse und Einblicke in die Thematik. Der sich um 20.00 Uhr anschließende Vortrag von Dr. Gottfried Wagner, dem Urenkel Richard Wagners und die darauffolgende Diskussion bildeten den Abschluß des zweiten Veranstaltungstages.

Der dritte Tag der Veranstaltung ließ schließlich die Männer zu Wort kommen, deren "Schicksal" mit ihren Namen am meisten durch die Medien gegangen ist. Vorträge von Heinrich Himmler, einem Maurer aus Mauerkirchen, Adolf Hittler einem Pensionisten aus Tirol und Mag. Helmut Seyss-Inquart, einem Lehrer und Psychotherapeuten und zugleich Enkel von  Arthur Seyss-Inquart, aber auch der Beitrag von Adolf Ringl, dem Patenkind Adolf Hitlers waren mit der anschließenden Diskussion zugleich Höhepunkt und passender Abschluß der Braunauer Zeitgeschichte-Tage.

Die 8. Braunauer Zeitgeschichte-Tage mit dem Thema "Versteinerte Ideologien - Architektur im Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus" finden nächstes Jahr vom 24.09.-26.09.98 wieder im Kultur im Gugg statt.

 

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Verein für Dienste im Ausland nach §12b Zivildienstgesetz
Vorsitzender Dr. Andreas Maislinger
A - 6020 Innsbruck, Hutterweg 6