| Die
Braunauer Zeitgeschichte-Tage fanden auch dieses Jahr wieder
im Kultur im Gugg in Braunau am Inn statt. Das diesjährige
Thema "Belastete Namen" löste schon vor Beginn
der Veranstaltung ein bemerkenswertes Medienecho aus. Berichte
der APA (15-06-98, 16-09-98), sowie in den OÖ Nachrichten
(16-06-98), der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (23-09-98, 25-09-98),
dem ORF (23/24/25-09-98 und 12-10-98) und der Presse (26-09-98,
29-09-98 und 2-10-98) verdeutlichen die Aktualität des
Themas und das Interesse, das es in der Bevölkerung hervorgerufen
hat. Namen nehmen schließlichim Leben eines jeden Menschen
einen großen Stellenwert ein. Vor allem dann, wenn man
den Namen Heinrich Himmler oder Adolf Hittler trägt.
Die Veranstaltung
begann am Freitag, den 25.09.98 um 18.30 Uhr mit der Begrüßung
durch Bürgermeister Gerhard Skiba und den Obmann des
Vereins für Zeitgeschichte Mag. Florian Kotanko. Die
Einführung in die Tagung übernahm Dr. Andreas Maislinger,
einer der Hauptinitiatoren der Braunauer Zeitgeschichte-Tage.
Anschließend führte Dr. Thomas Brechenmacher vom
Historischen Institut der Universität der Bundeswehr
in München, die Zuschauer in die Forschungsergebnisse
seines Buches zum Thema Vornamen als politische und gesellschaftliche
Indikatoren ein. Den Abschluß des Tages bildete eine
Diskussion der Vortragenden, an der sich das Publikum lebhaft
beteiligte.
Der zweite Tag der
Veranstaltung begann um 14.00 Uhr mit einer Diskussionsrunde
unter der Leitung von Dr. Andreas Maislinger zum Thema "Adolf,
Burghart, Horst, Uta- Deutsche Schicksaleß" Vorträge
von Dr. Adi Wimmer und Prof. Dr. Burghart Schmidt über
persönliche Erlebnisse und aktuelle Forschungsarbeit,
unter anderem zum Buch "Uta von Naumburg - Eine deutsche
Ikone" von Dr. Wolfgang Ullrich, lieferten interessante
Erkenntnisse und Einblicke in die Thematik. Der sich um 20.00
Uhr anschließende Vortrag von Dr. Gottfried Wagner,
dem Urenkel Richard Wagners und die darauffolgende Diskussion
bildeten den Abschluß des zweiten Veranstaltungstages.
Der dritte Tag der
Veranstaltung ließ schließlich die Männer
zu Wort kommen, deren "Schicksal" mit ihren Namen
am meisten durch die Medien gegangen ist. Vorträge von
Heinrich Himmler, einem Maurer aus Mauerkirchen, Adolf Hittler
einem Pensionisten aus Tirol und Mag. Helmut Seyss-Inquart,
einem Lehrer und Psychotherapeuten und zugleich Enkel von
Arthur Seyss-Inquart, aber auch der Beitrag von Adolf Ringl,
dem Patenkind Adolf Hitlers waren mit der anschließenden
Diskussion zugleich Höhepunkt und passender Abschluß
der Braunauer Zeitgeschichte-Tage.
Die 8. Braunauer
Zeitgeschichte-Tage mit dem Thema "Versteinerte
Ideologien - Architektur im Faschismus, Nationalsozialismus
und Kommunismus" finden nächstes Jahr vom 24.09.-26.09.98
wieder im Kultur im Gugg statt.
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