Bericht(e) von Markus Kubak
Oktober 2001 - Mai 2002

Oktober 2001 - Jänner 2002 | Februar 2002 - Mai 2002

Oktober 2001 - Jänner 2002:

Auslastung:
- mind. 40 Stunden pro Woche

Tätigkeiten:
Mithilfe bei der Archivierung von Holocaust bezogenem Material um Nachforschungen externer Historiker zu vereinfachen.
Mitarbeit an der permanenten Ausstellung des Museums über die Ermordung unschuldiger Kinder, geistig Behinderter, Homosexueller, politischer Gefangener und 6 Millionen Juden.
Betreuung von Besuchern, Leitung von Führungen durch die Ausstellung des Museums über die Verfolgung der Juden im Dritten Reich.
Nachforschungen in den Signal Corps Archivs, Washington D.C. um Photographien der Opfer des Nationalsozialismus zu klassifizieren und identifizieren.

Mittlerweile bin ich im Museum schon voll eingespannt. Wir sind momentan beschaeftigt unsere Buecherei zu katalogiesieren. Es ist ziemlich viel Arbeit damit verbunden weil sich die Buecherei derzeit in einem Chaos Zustand befindet. Auch durch das bestellen von neuen Buechern die nicht gleich erfasst werden ist es ein grosser Zeitaufwand. Weiters fahre ich auch zu Schulen um kurze Vortraege zu halten oder mit den Schuelern einfach ueber das Thema Holocaust zu sprechen. Weiters beschaeftige ich mich mit den Nachforschungen fuer das neue Museum.

Touren:
Mittlerweile halte ich fast taeglich Fuehrungen im Museum. Im Fruehjar waren viele Schulen hier auf Exkursion. Es macht sehr viel Spass den Schuelern das Thema Holocaust naeher zu bringen und mit Ihnen darueber zu sprechen was sie in Ihrem Leben veraendern koennen um einen 2. Holocaust zu verhindern. Auch das Kennenlernen verschiedener Menschen durch das Museum ist sehr aufregend und stosst auf grosses Interesse bei mir.

Recherchen:
Die Recherchen gehen langsam in die Endphase. Mittlerweile arbeiten wir daran die Fotos und alle Rechte dafuer zu beziehen. Dabei treten wir in Kontakt mit vielen Institutionen die sich mit dem Holocaust befassen. Auch das Washington Holocaust Museum bei dem ich mit Roland Engel Kontakt (Gedenkdiener vom Verein Gedenkdienst) hilft uns sehr weiter.

Arbeit im Archiv:
Im Archiv bin ich nur gering ein paar Stunden im Monat beschaeftigt. Das Museum hat ein eingespieltes Team gefunden die alle Artifakte genauestens identifizieren und ordnen, damit wir sie fuer das neue Museum gebrauchen koennen.

Arbeit im neuen Gebaeude:
Bauarbeiten und Renovierungsarbeiten im neuen Museum sind voll im Gange. Es vergeht kein Tag an dem nicht etwas neues fertig wird. zB Wurde das Landschaftsbild der SS. St Louis schon fertig gemalt und wir sind schon damit beschaeftigt andere Ausstellungsstuecke fertig zu stellen.

Betreuung der Besucher:
Fuer die "Walk In's" habe ich die Fuehrung von Mini Disc auf CD's umgespielt um eine leichtere Handhabung zu ermoeglichen. Auch Gespraeche mit Besuchern ueber meinen Dienst hier stossen auf grosse Zustimmung. Sie halten es alle fuer eine gute Sache das der Staat Oesterreich diese Moeglichkeit bietet. Man kann viele Geschichten ueber Menschen erfahren wenn man Ihnen die Chance gibt mit Ihnen darueber zu sprechen. Das ist ein anderer grosser Bereich der mich an diesem Museum fasziniert. Der Kontakt zu den Besuchern, Holocaust-Ueberlebenden ist einfach ueberwaeltigend.


Februar 2002 - Mai 2002: